Durch den Schlussakkord dieser abwechslungsreichen Etappe ist die tolle Leistung des Niederländers Bernhar Ten Brinke beinahe untergegangen. Am Steuer seines Mitsubishi erreicht er die viertbeste Zeit 23'15" hinter Robby Gordon.
Nach der anstrengenden Dünenquerung am Ende der Etappe bilden die drei Ivecos einen Konvoi und fahren gemeinsam Richtung Ziel. Sie beenden die Spezialprüfung mit knappen Abständen: Gerard De Rooy siegt 32" vor Hans Stacey und Miki Biasion, die exakt die gleiche Zeit verbuchen. Karginow steckt immer noch in den Dünen fest, Ardavichus hat im letzten Drittel ziemlich viel Zeit verloren. Im Generalklassement ändert sich nichts zwischen den beiden Führenden, der Abstand beträgt 56'30".
Endlich hat der Ginaf-Pilot die brenzlige Zone des Schlussabschnitts der Spezialprüfung hinter sich gelassen. Er fährt nun Richtung Ziel.
Der Russe Andrey Karginow ist dabei seinen fabelhaften Wertungsprüfungsauftakt buchstäblich in den Sand zu setzen. Seit mehr als 20 Minuten steckt er nun schon in den Dünen fest. Unweit von Kilometer 152... Le Ginaf-Pilot Wuf Van Ginkel hat hier auch lange Minuten der Einsamkeit verbracht, setzt sich jetzt aber wieder in Bewegung.
Der Amerikaner Robby Gordon ist gerade in einer Rekordzeit über die Ziellinie geschossen! 2h14'32", also 15'18" besser als der vormalige russische Tagesbeste Novitskiy. Markenzeichen des Hummer-Piloten: Pausenlose Attacke und kein Fehler in den Dünenpassagen. Die Führenden verwalten sicher auch ihren Vorsprung in der Gesamtwertung, was diese Leistung relativiert, obschon sie hervorgehoben werden muss.
Momentan stecken im Schlussabschnitt der Dünen von Nasca mehrere Lastwagen in Schwierigkeiten: Der Führende der Gesamtwertung, Gerard De Rooy, verliert Zeit, wie auch der bei der Zwischenzeit vom CP1 in Front liegende Russe Andrey Karginow. Der Ginaf-Pilot Van Ginkel gehört ebenfalls dazu, und etwas weiter weg erkennt man auch Miki Biasion. Am besten schlägt sich der dritte Mann vom Iveco-Team: Der Niederländer Hans Stacey.
Der in den Dünen sehr gewandte Giniel de Villiers reiht sich als Etappenzweiter 6'48" hinter der vorläufigen Bestzeit des Russen Leonid Novitskiy ein.
Der Kasache vom Team Kamaz verliert kurz hinter Kilometer 142 der Spezialprüfung Zeit. Nach fünfminütigem Stillstand fährt er in gedrosseltem Tempo weiter. War der Sand noch tragfähig für Motorräder und Quads, so scheint er jetzt zusehends beweglicher, wobei das Gewicht der Autos und Lastwagen keine wirkliche Hilfe darstellt... Immer mehr Teilnehmer haben in diesem Abschnitt Probleme...
Der Russe Leonid Novitskiy verbucht die vorläufige Bestzeit von 2h29'50" ziemlich weit vor den Tenören der Gesamtwertung. Nani Roima ist Zweiter mit 8'20" Rückstand, und Stéphane Peterhansel büßt 11'09" ein. Sicherlich ist das nur ein äußerst vorläufiges Wertungsergebnis in Anbetracht der Schwierigkeiten mit dem Schlussabschnitt bei den meisten Auto-Teilnehmern.
Der polnische Pilot steht weiterhin in den Dünen von Nasca. Mittlerweile sind knapp 20 Minuten verstrichen, seitdem er 35 Kilometer vor dem Ziel versandet ist.
Er bestätigt seinen dritten Platz in der Gesamtwertung, scheint aber im Kampf mit den Patronellis die Waffen zu strecken. Tomas Maffei beendet die Spezialprüfung in 3h11'23" mit einem Rückstand von 13'54" auf die Tagesbestzeit. Vorläufiger Vierter ist Sergio La Fuente, der mit 16'13" im Hintertreffen liegt...
Jetzt steckt auch der polnische Pilot in dem kritischen Sandabschnitt bei Kilometer 159 fest. Indes ist der heute als 22. Pilot aufgebrochene Robby Gordon in der Spezialprüfung schon dabei, sich diesem Gebiet zu nähern, vielleicht wird er der große Nutznießer des heutigen Tages...
Und der Sand erwischt sie alle: Die Ankunft in Nasca zeigt sich für die Autos unerbittlich, auch wenn die Verlustzeiten momentan nicht ins Gewicht zu fallen scheinen. Jetzt büßt Giniel de Villiers bei Kilometer 159 Zeit ein, auch wenn er noch vorankommt. Nur wenige Minuten sind zu beklagen.
Jetzt ist Nani Roma in den Dünen vom Gas gegangen. Der Spanier hat sich vor wenigen Augenblicken im Sand festgefahren, allerdings weniger schlimm als sein Teamkollege Stéphane Peterhansel. Es hat einige Minuten gedauert, aber das Ende der Etappe verlangt den Teilnehmern der Auto-Kategorie so einiges ab.
Was für ein beeindruckender Lauf der Patronellis! Sie haben das Ziel vor einigen Minuten gemeinsam erreicht und feiern einen neuerlichen Doppelerfolg: Marcos vor Alejandro mit einem Vorsprung von 42"... Im Vergleich dazu ist Tomas Maffei noch 20 Kilometer vom Ziel entfernt...
Stéphane Peterhansel ist die große Herausforderung des Tages von vorne angegangen: Die Dünen von Nasca. Der in der Gesamtwertung führende Mini-Pilot musste mehrere Minuten lang eine Zwangspause einlegen, wahrscheinlich weil er bei Kilometer 142 der Spezialprüfung im Sand feststeckte. Dadurch soll er rund 15 Minuten verloren haben. Das würde die Karten im Kampf um den Gesamtsieg im Autorennen möglicherweise neu mischen.
Mit 48'09" auf den ersten 72 Kilometern ist Andrey Karginow (Kamaz) der schnellste Lkw-Pilot bei der Zeitnahme. Er liegt vor den drei Ivecos von Stacey, Biasion und De Rooy. Der Boss des Team De Rooy ist sein erster Verfolger mit einem Rückstand von 51", Stacey liegt 1' zurück, der Italiener Biasion sittz dem Drittplatzierten mit einem hauchdünnen Rückstand von 2" im Nacken. Wuf Van Ginkel beschließt die Top 5 auf im ersten Ginaf. Der vor ihm rangierende ehemalige Rallye-Doppelweltmeister ist im gerade mal um 4" voraus.
Der Amerikaner bleibt kampfeslustig und spektakulär und unterbietet die versammelte Auto-Konkurrenz bei der ersten Zwischenzeitnahme bei Kilometer 72 um mehr als zwei Minuten. In einer Gesamtzeit von 39'11" liegt er 2'29" vor Holowczyc.
Der Portugiese beschließt die Spezialprüfung hinter Cyril Despres auf Rang fünf der Tageswertung mit einem Rückstand von 5'25" auf den Tagessieger Marc Coma.
Ein spanisches Triple im Ziel der Spezialprüfung. Hinter Marc Coma findet sich Joan Barreda Bort mit einem Rückstand von 2'43" vor Jordi Viladoms ein, der mit 3'10" im Hintertreffen liegt. Cyril Despres beendet die Etappe als Vierter 3'57" hinter dem Führenden, aber vor Ruben Faria (+7'05"). Es folgen Helder Rodrigues (+7'31") und Stefan Svitko (+9'11"). Die Männer des gestrigen Tages treten heute auf der Stelle: Felipe Zanol liegt 9'18 hinter dem Tagessieger, Johnny Aubert 16'25" und Gerard Farres Guell gar 16'58". Strategisch bietet die Position der beiden Führenden der Gesamtwertung mit Blick auf die morgige Etappe eine Vielzahl spannender Möglichkeiten.
Der Franzose hat sich bei Kilometer 162 etwas von der Spur entfernt und verharrt einige Minuten regungslos. Nach etwa drei Minuten in dem Dünenabschnitt kann er wieder starten.
Der Pole hisst sich an die Spitze der Auto-Rangfolge in 41'40" und mit einem Vorsprung von 1'17" vor Stephane Peterhansel. Dahinter bekräftigen Roma, Novitskiy und Leal Dos Santos die Vorherrschaft der Minis im ersten Streckenabschnitt. Nur der vorläufig auf Rang fünf liegende Giniel de Villiers steuert keinen Mini in den Top 6 beim CP1.
Der Spanier überquert die Zielinie 3'57" vor Cyril Despres. Damit übernimmt Coma die Führung der Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 1'35" vor dem Franzosen, der morgen hinter ihm auf die Strecke gehen wird.
Der Südafrikaner hat die Zeitmessung bei Kilometer 72 der Spezialprüfung 51" hinter Peterhansel mit der viertbesten Zwischenzeit passiert. Der Russe Leonid Novitskiy rangiert hinter den beiden Minis auf Platz drei und verweist De Villiers um 4" auf Platz vier.
Am Messpunkt CP1 bei Kilometer 72 des Wertungssektors bringt es Stéphane Peterhansel auf eine Gesamtzeit von 42'57" und liegt damit 14" vor seinem spanischen Teamkollegen Nani Roma.
Ignacio Casale, der chilenische Quad-Pilot, steckt bei Kilometer 105 der Spezialprüfung im Sand fest. Er kämpft noch um Platz vier der Gesamtwertung vor Sergio La Fuente.
Der uruguayische Pilot, erster Spitzenreiter der Quad-Wertung bei der Dakar 2012, schiebt sich auf Rang drei des vorläufigen Tagesklassements hinter Marcos und Alejandro Patronelli. Der Rückstand von Sergio La Fuente auf den Führenden beträgt 2'11". Sein Polster auf Tomas Maffei entspricht nur 15 "...
Die zwei Motorradpiloten, die auf den vorherigen Etappen zu glänzen wussten, stecken bei Kilometer 159 der Spezialprüfung mitten in den Dünen fest. Johnnny Aubert liegt tadellos auf dem vorgegebenen Kurs, Felipe Zanol ist um eta 200 Meter davon abgekommen. An seinen Fersen klebt Gerard Farres Guell.
Der Mini mit der Nummer 302 hat die Spezialprüfung planmäßig (um 11h35 Ortszeit) in Angriff genommen. Stéphane Peterhansel und Nani Roma sind bereits auf der Strecke, Ricardo Leal Dos Santos und Giniel De Villiers werden ihnen folgen. Noch sind 90 Autos im Rennen und 61 Lastwagen, die in etwa 20 Minuten auf die Strecke gehen werden.
Beim Passieren des letzten WP (Way Point) bei Kilometer 138 der Wertungsprüfung liegt Marc Coma laut Zeitmessung immer noch vor Cyril Despres. Demnach hat der Spanier 41 Sekunden auf den Franzosen wettgemacht. Noch sind rund 50 Kilometer zurückzulegen.
Mit einer ersten Zwischenzeit von 56'17" beim CP1 setzt sich Marcos Patronelli an die Spitze der Quad-Tageswertung. Er verbucht einen Vorsprung von 29" auf seinen Bruder Alejandro.
Der junge Franzose, der seit Beginn der Dakar 2012 mehrfach glänzen konnte, verliert gerade Zeit bei der Spezialprüfung, nachdem er bei Kilometer 60 vor dem Passieren des CP1 eine Zwangspause einlegt.
In 45'26" verbucht der Slowake Stefan Svitko die Zwischenbestzeit bei Kilometer 72 und überflügelt damit Marc Coma (+18"), Viladoms (+19"), Despres (+49"), Zanol (+53"), Barreda Bort (+1'18"), Rodrigues (+1'19"), Faria (+1'46"), Aubert (+2'07").
Am Kontrollpunkt CP1 setzt sich ein spanisches Double an die Spitze. Jordi Viladoms verbucht die zweitbeste Zwischenzeit mit 1" Rückstand auf den Führenden, Marc Coma. Hinter dem drittplatzierten Cyril Despres setzt der Braslianer Felipe Zanol seinen guten Lauf von gestern am heutigen Tage fort und belegt vorläufig Rang vier. Joan Barreda Bort sittz seinem Landsmann als Fünfter mit 1' Rückstand im Nacken.
Das Duell an der Spitze der Gesamtwertung zwischen Cyril Despres und Marc Coma ist eröffnet. Und zum jetzigen Zeitpunkt ist der Spanier im Vorteil, da er die ersten 72 Kilometer in 45'44" mit 31" Vorsprung vor dem Franzosen absolviert hat. Gerard Farres Guell verliert 3'44" auf seinen Landsmann.
Zur vorgesehenen Uhrzeit (10h00 Ortszeit) ist der gestrige Tagessieger Cyril Despres ab Kilometer 49,7 der ursprünglich geplanten Strecke ins Rennen gestartet (wegen der heftigen Regenfälle und überfluteter Flussbecken wurde die Route verkürzt). Nur ein Ziel vor Augen: Den Vorsprung (2'22") auf Marc Coma ins Ziel retten, wobei der Spanier hinter Gerard Farres Guell und vor Johnny Aubert auf die Strecke geht.
Eine Viertelstunde nach den Autos brechen die Motorräder in Richtung des Startortes ihrer Spezialprüfung auf, der wegen des Dauerregens in der Region aus Sicherheitsgründen im Roadbook um 50 Kilometer nach hinten verlegt wurde. 106 Motorräder und 13 Quads sind zum Start in Richtung Nasca zugelassen. Cyril Despres geht als erster Pilot auf die Piste, ihm folgen Gerard Farres Guell, Marc Coma und Johnny Aubert.
Heute Vormittag brechen die Autos und Lastwagen mit den Motorrädern auf... allerdings auch in einiger Distanz, denn für die Nacht wurde das Fahrerfeld aufgrund der für die Motorräder organisierten Marathon-Etappe in zwei Biwaks geteilt. Die ersten Auto-/Lkw-Teams haben Uchumayo nahe Arequipa in Richtung des Startortes der Spezialprüfung verlassen. Die Strecke wurde heute verkürzt, weil der Dauerregen die Piste an einigen Stellen unbefahrbar gemacht hat. Natürlich starten Stéphane Peterhansel, Nani Roma und Ricardo Leal Dos Santos als erste Piloten nach ihrem gestrigen Mini-Triple-Erfolg.
Am zweiten Tag in Peru gehen die Dakar-Teilnehmer getrennte Wege, auf einem Verbindungsstück, wobei die Motorräder von einem anderen Biwak starten als die Autos. Später aber wartet die gleiche Herausforderung auf die vier Rennkategorien: Ein Start in der Pampa Blanca und eine Zielankunft in den Dünen von Nasca. Insgesamt 259 Kilometer Verbindungsstrecke gegenüber 245 Kilometern Wettlauf mit der Zeit. Eine Gelegenheit für engagierte Duelle bei den Autos und Motorrädern, während sich die Patronellis bei den Quads praktisch nur noch selbst schlagen können. Ähnlich dominant ist der Clan von De Rooy bei den Lastwagen. Der Höhepunkt der Strecke: Auf einer Länge von knapp 20 Kilometern folgt pausenlos eine Düne der anderen, was die Piloten in eine neue Dimension versetzen wird. Die Tragfähigkeit des Sandes hilft, diesen Abschnitt ohne zu viel Mühe zu überqueren, doch wer mit Leichtigkeit über die Dünen klettern kann, dürfte sich zurecht etwas ausrechnen, vor allem drei Tage vor der Zielankunft der Rallye. „Mauretanisches Fingerspitzengefühl“ am Steuer – wer das bewahrt hat, kann wertvolle Minuten gewinnen.

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