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    Étape 9 - Montag 12. Januar 2009 | La Serena > Copiapo

    • Verbindung  88 km
    • Spezial 449 km

    Film zur Etappe

    Verhoeven bezwingt die DĂĽnen, freie Fahrt fĂĽr Sainz

    Die neunte Etappe der Dakar 2009 hielt alle Versprechen: „spektakuläre“ Landschaften, beeindruckende Dünen. Der erste Akt einer zweifelsohne alles entscheidenden Trilogie durch die Atacamawüste krönt den Niederländer Frans Verhoeven zum Sieger, trotz seines 33. Startplatzes. Marc Coma führt weiterhin die Gesamtwertung an. Sainz gewinnt die Sonderprüfung und festigt seine Führung in der Gesamtwertung, während Roma 24 Minuten einbüßt.

    Die Motorradfahrer starteten im Morgengrauen ohne Jonah Street, den Vierten des Gesamtklassements und Sieger der SonderprĂĽfung von San Rafael. Eine Verletzung am Handgelenk zwang den Amerikaner, der auf der letzten Etappe in Argentinien die Verfolgung von Coma aufgenommen hatte, zur Aufgabe.

    Nach der Einführung in die südamerikanischen Dünen auf der anderen Seite der Anden vor einigen Tage kamen die Motorradfahrer in den Genuss der ersten Härteprüfung mit Dünen und Sand, die auch die Hartgesottensten in den Wahnsinn treiben könnten … Dies galt jedoch nicht für die Zweiradkünstler dieser Dakar. Die drei Erstplatzierten der gestrigen Etappe, d.h. Despres, Coma und Lopez, schlossen schnell zueinander auf, um den Rest des Tags zusammenzufahren, wobei der Zweite den Ersten überholte.

    Es war jedoch ein vierter Fahrer, der auf der heutigen Etappe von sich reden machte. 10 Minuten nach dem ersten Starter Despres auf die Strecke gegangen, fuhr David Frétigné allein an das Spitzentrio heran. Der Yamaha-Pilot hatte an den ersten drei Zeitmesspunkten (bei km 131, 218 und 235) die besten Zeiten. Aber im letzten Teil der Sonderprüfung, der die schwierigen Dünenabschnitte bot, sollte sich alles ändern.

    Frans Verhoeven, der heute Morgen als 33. startete, überraschte alle, als er bei Kilometer 399 mit Bestzeit aufwartete. Etwa 30 km weiter siegte tatsächlich der Niederländer, der sich seinen zweiten Wertungssieg nach dem Erfolg in Puerto Madryn holte. Verhoeven verwies Frétigné mit 3’09 und Lopez mit 3’40 Abstand auf die Plätze.

    In der Gesamtwertung führt Coma mit 1h04 auf „Fretos“ und 1h34 auf den Titelverteidiger Despres. Es verspricht, spannend zu bleiben!

    Der erste große Dünentag wurde zu einem Erfolg für den Spanier Carlos Sainz. Es handelt sich zwar nicht unbedingt um sein Lieblingsgelände, aber der Madrilene nimmt ernsthaft Kurs auf den Gesamtsieg, indem er ein gemeinsames Rennen mit Miller gefahren ist, der im Beisein seines Teamgefährten auf den 430 Kilometern der Etappe quasi von Anfang bis Ende geführt hat. Ein Stein stand Miller jedoch im Weg und beschädigte die Lenkung seines Autos. Ein Missgeschick, das den Siegeszug von Sainz zu einem Kinderspiel machte. Für den ehemaligen WRC-Doppelweltmeister nehmen die Aussichten auf den Gesamtsieg immer deutlichere Konturen an. Die Hackordnung ist nun klarer, sowohl VW-intern als auch in der Gesamtwertung, wo Sainz mit jeweils 19’52’’ und 22’58’’ vor seinen beiden Teamkollegen Miller und De Villiers führt.

    Nani Roma, der Vierte der Gesamtwertung und Siebte der Etappe mit einem Rückstand von 24’41’’, ist sicherlich einer der großen Verlierer des Tages. Der letzte Mitsubishi-Pilot liegt 58’12’’ hinter Sainz, nachdem er einem Orientierungsfehler von Giniel De Villiers aufgesessen war. Der Südafrikaner hat seinerseits nicht länger die VW-Führungsrolle, büßte auch seinen zweiten Platz ein und damit zweifellos seine letzten Chancen auf den Gesamtsieg. Der Tagesdritte, Robbie Gordon, behauptet in der Gesamtwertung seinen fünften Platz mit 1h34’’ Rückstand. Die andere Sensation dieses ereignisreichen Tages war die Rückkehr des argentinischen Virtuosen Orlando Terranova. Heute Morgen war er noch von Position 21 aus ins Rennen gegangen und beendete die Etappe just am Fuße des Podiums. In der Gesamtwertung verbesserte er sich dadurch vom zehnten auf den achten Rang.

    In der Autokategorie T2 war Ronan Chabot Tagesschnellster und beendete die Etappe auf Rang 24. Der französische Toyota-Pilot lag lediglich 21’’ vor dem Spanier Xavier Foj. In der Gesamtwertung der Kategorie Production hat weiterhin Nicolas Gibon (Toyota) das Sagen. Er liegt 1h10 vor Foj.

    Bei den Lastwagen ist Wladimir Chagins Sieg nicht von offizieller Seite bestätigt worden. Der Zar hat zwar mit 24’ Vorsprung vor dem Brasilianer AndrĂ© De Azevedo die beste Tageszeit herausgefahren, doch die Zeiten von zwei seiner Hauptrivalen, Kabirow und De Rooy, werden vermutlich abgeändert. Beide haben minutenlang angehalten, um dem Team eines verunglĂĽckten Trucks zu Hilfe zu eilen.