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    Étape 8 - Sonntag 11. Januar 2009 | Valparaiso > La Serena

    • Verbindung 245 km
    • Spezial 294 km
    • Verbindung 113 km

    Film zur Etappe

    Despres arbeitet sich vor, Sainz gibt den Rhythmus vor

    Die relativ schnelle 8. Etappe der Dakar war eine Art letztes Aufwärmtraining vor den großen Dünengebieten von Chile. Cyril Despres hat sich als schnellster Fahrer auf dem Wege nach La Serena erwiesen und arbeitet sich in der Gesamtwertung weiter vor. Der Franzose erobert sich einen Podiumsplatz zurück, liegt aber weiterhin mehr als eineinhalb Stunden hinter dem führenden Marc Coma.

    Sainz wiederum konnte sich in seine Zeiten als Rallyefahrer zurĂĽckversetzen auf einer wie fĂĽr ihn gestalteten Strecke, die er hervorragend absolvierte und dabei dem Vierten, Nani Roma, wieder einige Minuten abgenommen hat.

    Bei den Quads erzielte Machacek seinen 3. Etappensieg und baute seine FĂĽhrung in der Gesamtwertung weiter aus.

    Nach einem wohlverdienten Ruhetag an den Ufern des Pazifik haben sich die Motorradfahrer auf eine moderate Etappe vor dem Dreierpack in der Atacama-Wüste – dem großen Highlight dieser Dakar 2009 – gemacht. Auf dem Tagesprogramm standen 294 Kilometer auf recht schnellen und kurvenreichen Pisten.

    Der an der Spitze dieser ersten Sonderprüfung auf seiner Heimaterde ins Rennen gegangene Chilene Francisco Lopez wusste, dass es schwierig werden würde, erneut „zuzuschlagen“ und einen neuerlichen Sieg einzufahren. Der KTM-Fahrer wurde zunächst von Marc Coma und dann von Cyril Despres eingeholt, der bei der Gelegenheit auch die beste Zwischenzeit bei CP 1 (km 180) erzielte. Die drei Fahrer haben den weiteren Weg bis zur Ankunft in La Serena gemeinsam absolviert, stets am Meeresufer entlang, und dabei einen erheblichen Vorsprung auf ihre ersten Verfolger herausgefahren. Somit konnte dann folgerichtig auch Despres – nach seinem Erfolg in Mendoza - seinen zweiten Sieg bei einer Sonderprüfung dieser Dakar erringen. Der Franzose lag – immerhin - 1’49“ vor Marc Coma und 2’56“ vor Lopez.

    Dieser 18. Sieg von Despres bei der Dakar hat es ihm ermöglicht, den dritten Platz in der Gesamtwertung zu erobern, wobei er den starken Einbruch von Jonah Street nutzen konnte, der 34’ hinter dem Sieger ins Ziel gelangte, sowie den nicht ganz so schmerzhaften von Pal Anders Ullevalseter. Der Titelverteidiger liegt dennoch weiterhin 1h33’ hinter Coma. Bis auf die paar gegenüber Despres verlorenen Minuten kann der Katalane erneut eine positive Tagesbilanz ziehen, da er den Vorsprung auf seinen unmittelbaren Rivalen ausgebaut hat: David Frétigné, der 4. des heutigen Tages mit einigen Schwierigkeiten auf seiner 450er, liegt nunmehr 1h06’ zurück.

    In der Quad-Kategorie hat Titelverteidiger Josef Machacek seinen Triumphmarsch fortgesetzt. Der Tscheche hat seinen 3. Etappensieg bei dieser 31. Ausgabe der Dakar errungen. Der Yamaha-Fahrer lag 2’51“ vor seinem Hauptrivalen um den Gesamtsieg, dem Argentinier Patronelli, und baut somit seinen komfortablen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 2h30’ aus.

    Der Führende in der Gesamtwertung bei den Autos ist bei der Strecke der heutigen Spezialetappe gewiss voll auf seine Kosten gekommen. Die schnelle, zuweilen kurvenreiche Etappe hatte alles, um den Spanier in seine ruhmreiche WRC-Zeit in den 90er Jahren zurückzuversetzen. Carlos Sainz hat somit nahezu folgerichtig die 8. Wertungsprüfung der Ausgabe 2009 errungen, wodurch dieser Übergangstag auch ein Tag der Bestätigung wurde. Die Volkswagen waren in ihrem Element, um so mehr als diese Art von Spezialetappe ihrer Aggressivität sehr entgegenkam. Depping wurde dabei Zweiter mit 4’02“ und Mark Miller Dritter mit 4’12“ Rückstand. Die deutsche Marke erzielt aber noch mehr als diesen Dreifachsieg, denn ihr vierter Wagen wurde Fünfter, auch wenn Giniel De Villiers im internen Widerstreit mit dem Spanier 10’ eingebüßt hat. Ein neuerlicher Teamerfolg also, einzig getrübt durch die Hartnäckigkeit von Nani Roma in seinem Mitsubishi Lancer, dem nunmehr einzigen Vertreter der japanischen Marke. Er hat sich auf die 4. Position geschoben und spielt somit weiterhin seine Rolle als Spielverderber und Verhinderer von allzu großer Dominanz.

    Die Gesamtwertung erfährt demnach keinerlei Veränderung an der Spitze. Sainz sammelt einige weitere Minuten und drängt Roma, der immer noch 4. ist, leicht zurück – von 29’16’’ auf 33’31’’. Ein Vorsprung, der noch alle Prognosen offen lässt in einem Rennen, bei dem – außer großen Überraschungen – Roma allein gegen die VW fährt. Das Rennen wird aber auch noch durch den hartnäckigen Robby Gorden mit seinem Hummer animiert. Der Nordamerikaner wurde heute 8. und ist 5. in der Gesamtwertung, allerdings 1h32’ zurück.

    In der Kategorie T2 wurde die Spitzenleistung des Tages vom Japaner Jun Mitsuhashi geliefert, der die Sonderprüfung an 15. Position mit nur 39’ Rückstand auf Sainz beendet hat. In der Gesamtwertung vergrößert der Führende in der „Production“-Kategorie, Nicolas Gibon, als 21. der Tagesetappe, seinen Vorsprung auf Xavier Foj und hat nunmehr ein beruhigendes „Pflaster“ von 1h12’ auf seinen nächsten Widersacher.

    Beim Kampf im Truck-Rennen standen heute wie an den vorangehenden Tagen die gleichen Protagonischen im Vordergrund. Diesmal war der Niederländer Gerard de Rooy der Schnellste, mit 1’42’’ Vorsprung auf Chagin. Kabirow endete als 5. mit 7’34’’ Rückstand. Der Tscheche Ales Loprais schiebt sich auf den dritten Podiumsplatz der Etappe, und der Brasilianer Andre de Azevedo auf den vierten. Firdaus Kabirow bleibt aber Spitzenreiter mit 3’46“ vor seinem Landsmann Chagin, während De Rooy sich auf 17’46’’ nähert. Die Information des Tages lautet aber, dass Titelverteidiger Hans Stacey heute nicht an den Start gegangen ist.