Étape 6 - Donnerstag 8. Januar 2009 | San Rafael > Mendoza
- Verbindung 76 km
- Spezial 395 km
- Verbindung 154 km
Film zur Etappe
Despres holt seinen ersten Sieg 2009, Al Attiyah in der Warteschleife
Auf einer verkürzten 6. Etappe holte sich Cyril Despres seinen ersten Sieg bei einer Sonderprüfung der Dakar 2009. Endlich einmal von Reifenproblemen verschont, ließ der Franzose seinen Rivalen Marc Coma hinter sich. Der spanische Fahrer baut seine Führung jedoch weiter aus und hat nun über 40’ Vorsprung auf Jonah Street, seinen nächsten Verfolger. Al Attiyah war erneut der Schnellste in der Kategorie Auto, bezahlt diesen Sieg möglicherweise aber teuer.
Aufgrund der Härte der gestrigen Etappe und einer unpassierbaren Furt starteten die Motorradfahrer heute Morgen von San Rafael aus in eine verkürzte Sonderprüfung, die bei Kilometer 178 endete, anstatt im Dorf La Junta am Fuße der Anden.
Nach seinem gestrigen Erfolg ging der Amerikaner Jonah Street als Erster auf die Strecke, wurde aber von einer Meute siegeshungriger Motorradfahrer eingeholt. Als achter Starter erwies sich Cyril Despres auf dem Dünenabschnitt gleich zu Beginn der Strecke am Stärksten. Der Franzose hatte am ersten Messpunkt (km 86) die schnellste Zeit und fuhr von dort im Pulk mit Street und Lopez bis ins Ziel, wo er sich seinen ersten Sieg bei einer Sonderprüfung der 31. Auflage sicherte, seinen 17. insgesamt bei der Dakar.
Unverändert stark beendete Marc Coma, Führender in der Gesamtwertung, den Tag an zweiter Position und büßte nur 2’09 auf Despres ein, der seit dem Start in Buenos Aires sein erklärter Rivale ist. Mit Jordi Viladoms, der sich mit 5’15 Abstand den dritten Platz holte, hat das Team KTM-Repsol gleich zwei Vertreter unter den Top 3.
In der Gesamtwertung baut Coma seine Führung aus. Der Katalane hat derzeit 40’29 Vorsprung auf Jonah Street, der heute mehr als eine Viertelstunde verlor. David Frétigné belegt mit 47’ Abstand noch immer den dritten Rang. Cyril Despres klettert auf den 7. Rang, liegt aber mehr als anderthalb Stunden hinter dem Führenden.
Die sechste Etappe war für die Autopiloten Nervenkitzel von Anfang bis Ende. Als Erster am Messpunkt CP1 schien der Katarer Nasser Al Attiyah die Konkurrenz zu überflügeln und seinen Gegnern mit über zwanzig Minuten keine Chance zu lassen. Inzwischen räumte der Pilot vom Team BMW X-Raid ein, dass er aufgrund einer Motorüberhitzung den Dünenabschnitt zu Beginn der Wertungsprüfung – und somit einen Wegpunkt bei km 38 – umging, um schlimmere Motorprobleme zu vermeiden. Sein erster Platz auf dieser Etappe und in der Gesamtwertung wurden ausgesetzt, bis das Urteil der Rennkommissare vorliegt.
In seinem Kielwasser hinterließ die ebenso temporeiche Schlacht tiefe Spuren mit einem Giniel de Villiers, der sich großartig präsentierte und sich jeden Tag mehr als glaubwürdiger Frontmann der Volkswagen zeigt. Der Südafrikaner brauchte 5’07’’ mehr als der offiziöse Sieger Al Attiyah, während Mark Miller mit 5’27’’ direkt folgte. Die Meute, die dem Katarer auf den Fersen war, wurde durch Carlos Sainz verstärkt, der sich mit 8’37’’ den vierten Platz dieser Wertung sicherte. Die drei VW liegen im Gesamtklassement in Lauerstellung, mit De Villiers auf zweiter Position mit 7’31’’ Abstand, Sainz auf dritter mit 15’16’’ und Miller auf vierter mit 25’22’’. Das zweite Verfolgerteam ist nach krankheitsbedingter Aufgabe von Luc Alphand bei km 12 auf zwei Einheiten geschrumpft. Alphands Copilot Gilles Picard wurde sicherheitshalber nach Mendoza evakuiert, aber die Untersuchungsergebnisse gaben Entwarnung. Die Mitsubishi von Roma und Peterhansel landeten auf dem 5. und 6. Rang der Gesamtwertung mit 38’44’’ und 41’58’’ Abstand.
In der Kategorie T2 bot sich auf dieser kurzen, aber anspruchsvollen Etappe ein erbitterter Kampf. Die vier Ersten in der seriennahen Klasse lagen insgesamt nur sieben Minuten auseinander. Letztlich war es Jun Mitsuhashi im Toyota, der in dieser Kategorie am besten abschnitt. In der Gesamtwertung gibt der Franzose Nicolas Gibon mit mehr als einer halben Stunde Vorsprung auf den Spanier Xavier Foj den Ton an.
In der Klasse der Lastwagen konnte Gerard de Rooy im Ginaf, der in San Rafael mit 13 Sekunden Vorsprung in der Gesamtwertung auf den ersten Verfolger im Kamaz startete, seine starke Leistung vom Vortag nicht wiederholen, wo er drei Russen souverän in Schach gehalten hatte. Mit 25’53’’ Abstand auf den Etappensieger Chagin tritt Jan de Rooys Sohn die Führung im Gesamtklassement an den heute Zweitplatzierten Firdaus Kabirov ab und fällt auf den dritten Rang ab. Chagin rückt auf den zweiten Rang der Gesamtwertung.
