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    Étape 5 - Mittwoch 7. Januar 2009 | Neuquen > San Rafael

    • Verbindung 173 km
    • Spezial 506 km
    • Verbindung  84 km

    Film zur Etappe

    Premieren fĂĽr Street und Al Attiyah

    Die fünfte Etappe hat erneut die Reifen der Motorräder auf eine harte Probe gestellt. Coma und Despres mussten den Schlauch wechseln. Diese Sorge hatte der Amerikaner Jonah Street nicht, der seinen ersten Sieg bei einer Sonderprüfung feiert. Al Attiyah lässt Sainz hinter sich und geht zum ersten Mal bei der Rallye in Führung.

    Der Wind scheint in der Motorradklasse leicht gedreht zu haben. Marc Coma, Sieger der 2006er Auflage, hatte bei Kilometer 45 einen Reifenschaden und war gezwungen, gut 20 Minuten anzuhalten. Danach setzte eine Aufholjagd ein. Ein Glücksfall für Cyril Despres… jedenfalls bis kurz hinter der ersten Zeitmessung (km 230), wo der Franzose seinem spanischen Rivalen 15’ abnahm. Aber der Fluch der Schläuche schlug noch einmal zu und suchte diesmal den Titelverteidiger heim. Seinerseits zu einem unfreiwilligen Boxenstopp gezwungen, büßte Despres seinen Vorteil wieder ein. Schlimmer noch. Er verlor am nächsten Messpunkt (km 422) weitere 7 Minuten auf Coma.

    Als Dritter frühmorgens gestartet, hat Jonah Street wieder einmal seine Beständigkeit in allen Lagen unter Beweis gestellt. Seit dem Start der Dakar ist es dem Amerikaner zum vierten Mal gelungen, mit den Besten mitzuhalten, unter die ersten zehn zu fahren und mit heilen Reifen ins Ziel zu kommen. Street, der im Final besser mit den ersten Ausläufern der Sanddünen zurechtkam, ließ Frans Verhoeven mit 5’53 und Francisco Lopez mit 7’34 Abstand hinter sich. Beim Mano-a-mano zwischen Despres und Coma nahm Ersterer dem Katalanen eine knappe Minute ab.

    Im Gesamtklassement verliert Marc Coma, der letztlich Siebter wurde, Boden. Mit 42’ Vorsprung gestartet, hat er nur noch 27’ auf den überraschenden Street. David Fretigné nähert sich als Dritter mit 39’09 langsam an.

    Die Kategorie Auto bot heute auf dieser abwechslungsreichen Sonderprüfung, wo die Teams all ihre Fahrkünste unter Beweis stellen konnten, ein spektakuläres Schauspiel. Dieter Depping war der Erste, der von sich reden machte. Er hatte am ersten Messpunkt CP1 satte 23’’ Vorsprung vor dem Rückkehrer Stéphane Peterhansel, der nach bewährter Manier nach einigen Tagen Rennen unter den Vorderen erschien.

    Das Duo Depping-Peterhansel setzte sich zunächst ab, mit 1’50’’ und 2’07’’ Vorsprung auf die Fahrzeuge von Nasser Al Attiyah, Mark Miller und Carlos Sainz. Zwischen den beiden Messpunkten änderte sich die Konstellation leicht, da die Führenden in der Gesamtwertung, der Madrilene und der Katarer, ihren persönlichen Zweikampf wieder aufnahmen und ihre Gegner um mehrere Längen abschüttelten. Der Abstand auf Miller, De Villiers und die drei Mitsubishi wuchs schnell. Aber das Bild änderte sich erneut und bei der zweiten Zeitmessung war es der Deutsche Dieter Depping, der allen mit 24’’ Vorsprung auf den Titelverteidiger davonfuhr, während Al Attiyah 2’33’’ Vorsprung auf Sainz hatte.

    Das Blatt wendete sich zum letzten Mal in den ersten Dünenstreifen dieser Dakar. 20 Kilometer Sand, wo die Führenden sich ihr Arbeitsgerät verbeulten. De Villiers beendete diesen Boxkampf als Erster und holte sich den Etappensieg vor Depping und Gordon, während Al Attiyah sich an die Spitze des Gesamtklassements setzte und Sainz entthronte, der jetzt mit 6’33’’ auf dem dritten Rang liegt.

    Die Schlacht von La Pampa hinterlässt immer Spuren in der Kategorie der Lastenwagen. Diesmal ist es Firdaus Kabirov, der sich durchsetzt, sich so seinen 26. Etappensieg holt und gleichzeitig dem „Zaren“ Vladimir Chagin den zweiten Rang im Gesamtklassement wegschnappt. Gerard de Rooy widersetzt sich weiterhin erfolgreich den permanenten Angriffen der Kamaz. Mit dem dritten Platz in San Rafael und 12’28’’ Abstand auf den Sieger bleibt er auch weiterhin an der Spitze der Gesamtwertung, aber der Vorsprung auf seinen neuen Verfolger schrumpft auf 13’’.