Étape 4 - Dienstag 6. Januar 2009 | Jacobacci > Neuquen
- Verbindung 4 km
- Spezial 459 km
- Verbindung 25 km
Film zur Etappe
Coma die Ruhe in Person, Sainz zur rechten Zeit...
Auf den 380 Kilometern der heutigen WertungsprĂĽfung hat Marc Coma die beste Zeit hingelegt und baut dadurch seinen Vorsprung an der Spitze der Gesamtwertung weiter aus.
Marc Coma braucht nicht mehr, um sich glücklich zu fühlen. Sein Tag begann entspannt mit der Aussicht auf eine lange Fahrt als Aufklärer quer durch Patagonien. Bei der Orientierung sollte es kaum Probleme geben, die Angst, sich gegebenenfalls festzufahren hatte keine Daseinsberechtigung, vor allem weil sein erster Verfolger in der Gesamtwertung, David Frétigné, 39 Minuten hinter ihm lag. Alle Voraussetzungen waren also erfüllt, damit der Katalane seinen Vorsprung weiter ausbauen konnte, indem er ein Tempo anschlug, das andere als Schallgeschwindigkeit bezeichnen würden, ihm aber als gemütlich erscheint. Auch auf dem Motorrad ist eben alles Ansichtssache.
Obschon er sorgfältig einige Viehgatter beiseite räumen musste, erreicht Coma im Ziel die beste Zeit und verbucht seinen siebten Tageserfolg bei der Dakar, mit 1’17’’ Vorsprung vor Cyril Despres und 1’21’’ vor Jonah Street. Mit dieser Leistung verdrängt der Amerikaner David Frétigné vom zweiten auf den dritten Platz. Mit einem Abstand von 45’’ ist der Kampf um den zweiten Platz aber erst so richtig entbrannt und noch längst nicht entschieden.
Spanien tut sich in der Kategorie Autos weiter mit einem neuerlichen Sieg von Carlos Sainz hervor. Nachdem er Neuquen 6’’ früher als Nasser Al Attiyah erreicht hat, verbucht der VW-Pilot seinen insgesamt elften Tageserfolg bei einer Dakar-Rallye. Nach vier Renntagen zeigt sich, dass nur ein Duell den Zuschauern den Atem verschlägt, und zwar das zwischen Sainz und Al Attiyah, die sich die Etappensiege untereinander aufgeteilt haben, und zwischen denen der Abstand in der Gesamtwertung lediglich 3’49’’ beträgt. Allerdings steht die Frage nach der Zuverlässigkeit ihrer Fahrzeuge weiterhin im Raum, immerhin müssen diese noch über 6000 Kilometer zurücklegen.
Die Auseinandersetzung mit Mitsubishi könnte wie so oft erst später in Erscheinung treten. Jedenfalls haben «Peter» und die seinen nicht auf dieser 4. Etappe zum Angriff blasen können. Weit hinter dem spanisch-katarischen Spitzentandem war Nani Roma der beste Vertreter der japanischen Marke und lenkte seinen Lancer auf Position 5 der Tageswertung, 6’54’’ hinter dem Sieger. Und in der Gesamtwertung lauern nach der Aufgabe von Masuoka und der gestrigen Pechsträhne von Alphand nur noch Peterhansel und Roma in einem Abstand von weniger als 20 Minuten, an 4. bzw. 5. Position.
Enge Manndeckung ist auch eine Technik, die in der Kategorie T2 praktiziert wird. Heute war abermals Jun Mitsuhashi der schnellste Pilot in seiner Kategorie mit der 28. Zeit insgesamt. Diesmal folgte ihm in Ronan Chabot auch ein ehemaliger Sieger in der Wertung «Production». Der mit einem RĂĽckstand von 2’26’’ auf seinen japanischen Teamgefährten in Neuquen eingetroffene Chabot nimmt auch wieder das Podium ins Visier, da Nicolas Gibon, der auf der WertungsprĂĽfung nahezu 30 Minuten eingebĂĽĂźt hat, seinen zweiten Platz nur noch mit drei Minuten Vorsprung behauptet.
Mit seinem dritten Tagessieg bei der diesjährigen Auflage in der Kategorie Trucks bekräftigt Gerard De Rooy seinen Anspruch als legitimer Titelanwärter. Was sich aber hinter seinem Rücken aufbaut, um Druck auf ihn auszuüben, lässt ihm keinen Spielraum für Fehler. Die homogene Armada der Kamaz ist mit drei Lastwagen auf der Verfolgung von De Rooy: Chagin liegt in der Gesamtwertung nur 10’14’’ zurück.
