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    Étape 2 - Sonntag 4. Januar 2009 | Santa Rosa de la Pampa > Puerto Madryn

    • Spezial 237 km
    • Verbindung 600 km

    Film zur Etappe

    Verhoeven nutzt die Gunst der Stunde, Sainz ĂĽbernimmt die FĂĽhrung

    © A.S.O. / Amaury Sport Organisation
    Copyright A.S.O. / Amaury Sport Organisation

    Bei einer weitgehend schnellen Etappe, die theoretisch Marc Coma entgegen kam, hat der FĂĽhrende der Gesamtwertung dennoch einen Teil seines Vorsprungs eingebĂĽĂźt, da er durch ein technisches Problem gebremst wurde. Frans Verhoeven konnte daraufhin seine erste Spezialetappe bei der Dakar gewinnen. Bei den Autos holte Carlos Sainz zum Doppelschlag aus: er gewann die heutige SonderprĂĽfung und ĂĽbernahm dadurch auch die FĂĽhrung in der Gesamtwertung.

    Was an einem Tag wahr ist, muss am nächsten nicht immer stimmen. Diese Einsicht gilt auch für Marc Coma, dessen Leistung von Santa Rosa nach Puerto Madryn den anderen Spitzenbikern der Rallye wieder ein wenig Hoffnung gegeben haben mag. Der Spanier startete als Erster, mit der Verantwortung, die Navigation zu sichern. Zunächst konnte er sein Festival vom Vortag fortsetzen und „wie üblich“ am CP 2 die Bestzeit erzielen, mit 2’20“ Vorsprung auf den zweitplatzierten Jonah Street. Aber das war erst an der Hälfte der zu absolvierenden Strecke! Seine Lage hat sich auf einer der normalerweise von ihm so geschätzten schnellen Passagen verschlechtert, doch sein Rhythmus wurde durch ein Problem mit dem Kühler verlangsamt. Frans Verhoeven, der von allen für seine Konstanz geschätzt wird, nutzte die Gunst der Stunde, um seinen ersten Sieg bei einer Spezialetappe der Dakar zu gewinnen, nachdem er 2007 noch als Wasserträger für Cyril Despres unterwegs gewesen war. Und eben sein ehemaliger Kapitän erzielt den zweiten Platz bei der heutigen Etappe, mit 30“ Rückstand auf die Bestzeit: damit klettert er auch schon wieder auf Rang 12 in der Gesamtwertung.

    Die Situation von Marc Coma bleibt dennoch beneidenswert, mit nunmehr 13’47’’ Vorsprung auf seinen neuen Verfolger, Frans Verhoven. Der dritte Podiumsplatz geht an Jonah Street, der heute die 5. Zeit im Ziel erreichte. Die 2. Etappe hat zudem David Frétigné Gelegenheit geboten, sich auf den 4. Rang in der Gesamtwertung zu hissen. Mit nur 24“ mehr als Cyril Despres bei der heutigen Sonderprüfung bestätigt der Yamaha-Fahrer, dass seine 450er den KTM in nicht viel nachsteht.

    Beim Autorennen hatte die erste Etappe bereits erahnen lassen, dass die Race Touareg von Volkswagen nicht mehr lange in Lauerstellung bleiben würden. Heute hat Carlos Sainz besser als alle anderen Geschwindigkeit mit Weisheit verknüpfen können. Nasser Al Attiyah und Tina Thörner, die Sieger des Vortages, hatten den Beweis zu erbringen, dass ihre Talente als Navigatoren auf dem Level seiner Qualitäten als reiner Fahrer waren. In dem Bereich können schon kleine Fehler einen großen Unterschied ausmachen. Und eben nach einem Navigationsfehler, der ihn zu einer raschen Umkehr zu einem WPM (obligatorischer maskierter Wegpunkt) gezwungen hat, fand sich der Katari hinter Sainz wieder und musste vor allem nun dessen Staub schlucken. Bei eingeschränkter Sicht wegen der argentinischen Version von Fesh-Fesh hat es Al Attiyah – zu Recht – vorgezogen, möglicherweise gefährliche Angriffe zu unterlassen. Unter diesen Bedingungen konnte Carlos Sainz seine fehlerlose Fahrt bis zur Ziellinie fortsetzen und die Bestzeit des Tages einfahren. Bei Mitsubishi hat Stéphane Peterhansel dem Staub getrotzt und sich sehr unternehmerisch gezeigt : er erzielt die zweitbeste Zeit des Tages, mit 1’14’’ Rückstand auf Sainz.

    In der Kategorie T2 hat es die ersten Wendungen gegeben, denn Miki Biasion, der ehemalige WRC-Weltmeister hat seine Führungsposition eingebüßt. Der Tagessieger in dieser Kategorie, Michel De Nora am Steuer eines Toyota Land Cruiser, hat sich mit nur 1’30’’ Vorsprung auf Jérôme Hardy in einem Mitsubishi Pajero durchgesetzt. Dank seiner Regelmäßigkeit hält aber derzeit Jun Mitsuhashi, der ehemalige Sieger in der « Production »-Kategorie, am besten durch. Er liegt an 36. Stelle in der vorläufigen Gesamtwertung.

    Bei den Lastwagen nimmt die Entwicklung des Renngeschehens für den Titelträger Hans Stacey so allmählich beängstigende Ausmaße an, er hat nach nur zwei Spezialetappen bereits 1h12’ Rückstand auf den Führenden der Gesamwertung – Gerard De Rooy. Der GINAF-Fahrer, dem der Etappensieg gestern nur um zwei Sekunden entgangen ist, hat auf der heutigen Strecke keinerlei Zweifel aufkommen lassen wollen. Er hat sich mit 3’58“ Vorsprung gegenüber Firdaus Kabirow durchgesetzt und die Führung in dieser Kategorie übernommen.