Étape 15 - Sonntag 18. Januar 2009 | Buenos Aires
Frauenporträts
LYDIE ARPIZOU
Seit 2002 Pressereferentin von André Dessoude, studierte Lydie Arpizou zunächst drei Jahre Medizin, bis sie einen Unfall hatte und beschloss, auf eine Handelsschule zu gehen. „Ich machte ein Praktikum in der Agentur Promocourse, die auf Motorsport spezialisiert ist, und blieb zehn Jahre“, erklärt Lydie. „Als wir das Werbebudget von Nissan bekamen, tauchte ich in die Marathonrallyes ein und es war Liebe auf den ersten Blick! Ich wurde zum bedingungslosen Fan! Ich dachte zuerst, dass mir die Rundstreckenrennen fehlen würden, aber hier ist alles hoch zehn! Es ist eine Welt für sich, in der man ebenso viele menschliche wie sportliche Abenteuer erlebt und man erfährt dabei eine Menge über sich selbst…“ Hier herrscht auch die nicht die gleiche Rivalität zwischen den Teilnehmern wie bei anderen Motorsportarten. Beim Rallye-Raid sind alle eine große Familie. Mir gefällt es, dass uns die Rallyes auf neue Kontinente führen und wir neue Länder und Menschen entdecken. Bei der Dakar lernen wir ebenso die Menschen in den Ländern kennen, durch die die Strecke führt, wie die anderen Starter. Hier werden am Rande der Rennstrecke die schönsten Geschichten geschrieben. Eine Dakar zu erleben verändert das Leben … Meine Arbeit besteht darin, mit den Piloten vom Team Dessoude zu sprechen, wenn sie ins Ziel kommen, und eine Pressemitteilung zu verfassen, die ihren Tag beschreibt, die Freuden und Rückschläge, die sie erlebt haben … Dann schicke ich diese Mitteilung an einen Presseverteiler. Mich hat es niemals gestört, hier als Frau dabei zu sein, man muss sich nur ein bisschen durchzusetzen wissen. Sagen wir mal, es gibt Dinge, die für Frauen hier weniger ‚praktisch’ sind, aber man gewöhnt sich an alles!“
