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    Étape 12 - Donnerstag 15. Januar 2009 | Fiambala > La Rioja

    • Verbindung  4 km
    • Spezial 253 km
    • Verbindung 261 km

    Frauenporträts

    ISABELLE PATISSIER

    Isabelle Patissier, die vierfache französische Landesmeisterin und zweifache Weltmeisterin im Klettern, ist in der Welt des Sports schon seit geraumer Zeit ein vertrautes Gesicht. Heute sitzt sie am Steuer eines „Ex-SMG“-Buggy mit ihrem Lebensgefährten Thierry Delli-Zotti, der die Navigation übernimmt. „Ich habe schon immer davon geträumt in Dünen zu fahren“, erzählt Isabelle mit einem Lächeln und ergänzt: „Und ich bin immer schon gerne Auto gefahren. Es war mein Traum, an einem Motorsport-Wettbewerb teilzunehmen und vor allem an der für mich faszinierenden Rallye Dakar. Meine erste Rallye habe ich in Tunesien mit Fred Vivier bestritten und dabei einen Haufen von Kumpels kennen gelernt, die gerne aus der Reihe tanzten… Da habe ich mir gesagt, diese Disziplin ist doch was für dich. Zwei Jahre später ist es mir gelungen, ein Budget für die Dakar aufzustellen, und ich bin dann mit einem Toyota an den Start gegangen, dann mit der so genannten „Choupette“ an der Seite von Steve Ravussin. In den Jahren 2004 und 2005 bin ich für Nissan Dessoude gestartet und im ersten Jahr habe ich gleich die WM in der Kategorie T2 gewonnen. Seit 2006 fahre ich mit einem Buggy SMG, den Thierry vorbereitet. Es ändert gar nichts, wenn man als Frau auf der Piste unterwegs ist, jeder hinterlässt seine Spur und sucht den besten Weg im gegenseitigen Respekt, es gibt keine besondere Animosität… Jedenfalls habe ich schon immer in Männerdomänen verkehrt, das stört mich nicht, ganz im Gegenteil. Ansonsten haben wir nicht viel Zeit, um uns zu unterhalten; wir bringen das Auto zu den Mechanikern, bauen das Zelt auf, duschen… Frau hin oder her, es gibt keinen Unterschied! Diese Rallye Dakar ist wirklich fabelhaft für mich, denn seit meinen Kletteranfängen träumte ich davon, Argentinien einen Besuch abzustatten, weil es in Patagonien wunderschöne Felswände gibt. Dementsprechend war ich hocherfreut, als die ASO bekannt gegeben hat, dass die Rallye Dakar in Südamerika stattfindet und mit Blick auf den tollen Empfang der hiesigen Bevölkerung freue ich mich umso mehr! Fabelhaft! Die Landschaften sind grandios, die Anden haben etwas Bezauberndes… In Copiapò sah man vom Kamm der Dünen ein grünes Tal, schwarze Berge und die Andenkette… Seit dem Start durchqueren wir Postkarten-Landschaften.“