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04-01-2008 - T-1. Die Abnahmen, III. Akt

Der letzte Tag der technischen Abnahmen und administrativen Überprüfungen beginnt mit dem Besuch eines früheren Dakar-Siegers: Kenjiro Shinozuka. Auch wenn der Japaner in diesem Jahr nicht den Anspruch hat, seiner Siegliste einen weiteren Titel hinzuzufügen, sieht das Programm die Vorstellung einiger ambitionierter Piloten in der Kategorie Auto vor. In der Reihenfolge ihres heutigen Erscheinens auf dem Gelände von Belém sind die BMW X-Raid mit Al Attiyah, Saby und Chicherit Kandidaten fürs Podium, sowie die Volkswagen mit Sainz und De Villiers am Steuer, die Buggys von Jean-Louis Schlesser oder auch der brandneue Hummer von Robby Gordon am Ende des Tages.

04-01-2008 - T-1. Antonio Alpanez: Zwei Tage Zittern für die Abnahme

Es gibt Piloten, denen ein Stoßseufzer der Erleichterung entfährt, wenn ihr Fahrzeug erst die Schranken zum Parc fermé passiert hat. So einer ist der Spanier Antonio Alpanez Serrano, dessen KTM 525 Donnerstagabend gegen 18 Uhr bei der Abschlusskontrolle eingetragen wurde. Im spanischen Murcia war er am Dienstagabend gestartet, um seinen Termin bei der Abnahme am Mittwochmorgen zu erreichen, hatte dann aber einen Kurzschluss, der durch Regen ausgelöst wurde. Als er endlich in Lissabon ankam, legte sich sein Mechaniker kräftig in die Ruder, um die Elektrik wieder auf Vordermann zu bringen, aber der Schaden war zu groß, um die Abnahme bis Mittwochabend absolvieren zu können. Die Spanier kamen also gestern Morgen wieder und verbrachten noch einige Stunden mit Testen, bevor die Maschine dann endlich abgenommen wurde. „Geschafft!“

04-01-2008 - T-1. Annie Seel: "Unter den Top 40 sein"

Die kleine Wüstenprinzessin ist wieder da. Am Vortag des Starts zur Dakar präsentiert sich die Schwedin mit großen Ambitionen für ihre dritte Teilnahme an der Dakar (nach 2002 und 2007). Mit ihrer KTM 525cc strebt sie nach Höherem als dem 94, Platz, den sie im letzten Jahr erreichte: „Mein Ziel ist, in die Top 40 zu fahren und ich weiß, dass ich es schaffen kann.“ Bei der letzten Auflage durch Probleme mit der Benzinpumpe ausgebremst, ist Seel bei dieser Dakar körperlich beeinträchtigt. Schuld daran sind drei ausgerenkte Wirbel. „Wenn ich nach Hause komme, lasse ich mich operieren, damit ich wieder fit werde.“

03-01-2008 - T-2. Abnahmen - der längste Tag

Der zweite Tag der technischen und administrativen Abnahmen beginnt im Kulturzentrum von Belém mit einem straffen Programm. Nur etwa zehn Fahrzeuge, die gestern nicht rechtzeitig in Lissabon eintrafen, haben ihre Überprüfung um einen Tag verschoben. Am Vormittag wird ein erstes Highlight gegen 10h00 mit Ankunft der Armada von Mitsubishi mit dem Titelverteidiger und Rekordpilot Stéphane Peterhansel sowie Luc Alphand, Hiroshi Masuoka und Joan „Nani“ Roma erwartet. Bei den Zweirädern werden die Größen am Nachmittag in Erscheinung treten, unter anderem Cyril Despres, Marc Coma und David Casteu.

03-01-2008 - T-2. Die Piloten installieren "IriTrack"

Die Abnahmen sind der Moment, um alle Sicherheitssysteme am Fahrzeug zu überprüfen, aber auch um IriTrack zu installieren. Zum dritten Mal in Folge werden alle Rallyefahrzeuge mit dem System ausgestattet. Das IT- und Sicherheitstool gewährleistet die satellitengestützte Datenübertragung in Echtzeit. Die geographische Position der Fahrzeuge wird permanent durch die Organisation überwacht, die auch über Informationen zur Geschwindigkeit oder Neigung der Motorräder verfügt, um bei Unfällen sofort Hilfe schicken zu können. Übrigens werden auch Geschwindigkeitsübertretungen angezeigt. Es ist unmöglich, diesem etwas eigenartigen Radar zu entkommen.

03-01-2008 - T-2. 100% Schottisch

Es wäre schwierig, sie im Trubel der administrativen Abnahmen zu übersehen. Motorradjacke, Motorradstiefel, aber schottischer Kilt: Iain Shankie und John Whiteford tragen stolz das traditionelle Gewand ihres Heimatlands Schottland. Sie zeigen sich von der Gewaltigkeit des Rennens beeindruckt: „Es ist enorm. Es ist die ultimative Herausforderung“, wiederholt Shankie immer wieder, der einer der fünf Vertreter eines rein schottischen Teams an der Seite von Whiteford, McKenzie und den Brüdern Neil und Ewan Buchan ist. Das Projekt wurde von Robbie Allan initiiert, dem sechzigjährigen Highlander, der im letzten Jahr sein Glück bei der Dakar versuchte, aber just vor dem Ruhetag zur Aufgabe gezwungen war. „Er inspiriert uns. Er hat uns zusammengebracht und ermutigt“, betont Whiteford. „Bei der Dakar hat es noch nie ein Schotte bis ins Ziel geschafft. Mit etwas Glück kann man hier in die Geschichte eingehen.“ Dazu werden sie aber den Kilt gegen ein Beinkleid eintauschen müssen, das den Strapazen in der Wüste eher standhält.

03-01-2008 - T-2. Frauen und Kinder auch…

Sie sind immer dabei, diskret im Hintergrund, geduldig wartend, während der langen Tage der Abnahmen: Die Ehe- und Lebenspartner und -partnerinnen und manchmal auch die Kinder der Teilnehmer nehmen einen großen Platz im Geschehen zum Rallyeauftakt ein: „Für uns Amateure rankt sich das Leben ein ganzes Jahr lang um diese Vorbereitung, vor allem in finanzieller Hinsicht“, erklärt Isabelle Lepan, deren Mann Frédéric in diesem Jahr zum siebten Mal in der Kategorie Motorrad antritt. Als Inhaberin eines Friseursalons passt Isabelle ihr Leben dem Rhythmus der „Konferenzen und Präsentationen“ ihres Mannes an, der in einer Sanierungsgesellschaft arbeitet. „Frédéric fährt seit 20 Jahren Motocross, ich kenne und mag das Milieu … Sonst wären wir nicht seit 20 Jahren zusammen!“, sagt sie, während ihr Mann über seinem Motorrad wacht.
Zur gleichen Zeit harren Dominique Raud und Valérie Lefebvre mit ihren Kindern in dem Zelt aus, wo die administrativen Überprüfungen stattfinden. Ihre Männer teilen sich das gleiche Auto. Dominiques Mann nimmt zum siebten Mal an der Rallye teil, Valéries erstmals. Keine von beiden scheint beunruhigt … ganz im Gegenteil: „Die Dakar ermöglicht uns, ihnen an schöne Orte zu folgen!“

03-01-2008 - J-2. Jun Mitsuhash : "In meiner Kategorie siegen"

Als ehemaliger Motorradfahrer gehört Jun Mitsuhashi mittlerweile fest zur Landschaft der Dakar, bei der er in diesem Jahr zum achten Mal an den Start geht. 2007 setzte sich der japanische Pilot in der Kategorie „Production“ durch, in der Fahrzeuge starten, die gegenüber dem Serienmodell nur geringfügige Änderungen aufweisen. „Mein Ziel lautet natürlich, erneut in meiner Kategorie zu siegen. In dieser Saison habe ich an der Dubai-Rallye teilgenommen, wo ich mein Auto unter guten Bedingungen testen konnte. Es kann wirklich mit der Konkurrenz mithalten: Das Modell gibt es seit zehn Jahren, und vor jeder Dakar wurden leichte Verbesserungen vorgenommen. Das wird die letzte Auflage für dieses Fahrzeug; im nächsten Jahr steigen wir auf etwas Anderes um.“

03-01-2008 - T-2. "Blei" im Kotflügel

Ein Eisendraht, der um die wichtigsten Komponenten des Fahrzeugs gewunden und mit einer „Plombe“ versiegelt wird, auf der die Startnummer der Teams aufgeprägt ist. Das ist wahrscheinlich der Arbeitsschritt, der den Mechanikern bei den Abnahmen die meiste Zeit abverlangt. Er ist aber unerlässlich, um sicherzustellen, dass ein einmal homologiertes Fahrzeug während des Rennens nicht unerlaubt verändert wird. In der Gruppe T1 werden der Motorblock, das Fahrwerk, der Zylinderkopf und das Einlasssystem so gekennzeichnet. In der Gruppe T2 ist diese Arbeit am aufwändigsten. Etwa ein Dutzend dieser kleinen Siegel werden neben den in der Gruppe T1 vorgeschriebenen Baugruppen auf den Vorder- und Hinterachsbrücken, der Karosserie und dem Getriebe angebracht. Ein „quasi unüberwindbares“ Kennzeichnungssystem, versichert Daniel Ribeiro, leitender technischer Kommissar. Der Einfluss dieser „Plomben“ auf das Fahrzeuggewicht ist übrigens vernachlässigbar, da sie … aus Aluminium hergestellt werden.

03-01-2008 - T-2. Portugiesischer Pressespiegel

Die drei täglich erscheinenden Sportzeitungen Portugals haben sich abgestimmt, um aus jeder Perspektive von der Dakar in Lissabon zu berichten. „A Bola“ erläutert im Detail die Sicherheitsempfehlungen zur Rallye und erweist auch den portugiesischen Privatfahrern die Ehre, die die kleinen Geschichten am Rande der Rallye liefern. Die Leser von „O Jogo“ ihrerseits genießen das Privileg, wie die Teilnehmer die technischen und administrativen Abnahmen aus nächster Nähe mitzuerleben. In „Record“ spricht der lokale Star Tiago Monteiro, ehemaliger Formel-1-Pilot, über ein Hilfsprojekt für im Krankenhaus liegende Kinder, das er am Rande der Dakar initiiert hat.

Kurz vor dem Start interessieren sich auch die anderen Tageszeitungen für die Dakar. „24 Horas“ und „Correio da Manha“ nehmen die Maschine von Pedro Oliveira ins Visier, der mit dem einzigen rein portugiesischen Serienmotorrad an den Start geht. „Diario de Noticias“ beschäftigt sich mit der Arbeit der Sportkommissare, während „Jornal de Noticias“ über die Ambitionen von Elisabete Jacinto spricht, einer der wenigen Pilotinnen, die bei der Rallye im Truck starten.

„Visao“ schließlich lässt sich über den „Abenteuergeist“ der Piloten aus und „AutoHoje“ veröffentlicht einen Leitfaden, der alle praktischen Informationen zu den beiden portugiesischen Sonderprüfungen enthält.

03-01-2008 - T-2. Gerard De Rooy: "Sehr zuversichtlich!"

Die blaue Farbe wurde durch Orange abgelöst. Für das niederländische Team von Vater und Sohn De Rooy hätte nichts natürlicher sein können. Im letzten Jahr gezwungen, sich schnell von der Bildfläche zu verabschieden, treten die niederländischen Truckfahrer in diesem Jahr mit dem Ehrgeiz an, in Dakar zu siegen. „Wir sind sehr zuversichtlich“, erklärt der Sohn Gerard. „Es wird eine schwierige Rallye mit viel Sand werden, aber wir mögen das. Für uns ist das perfekt. Die Kamas sind auch in diesem Jahr unsere Hauptgegner. Wir werden ihre Entwicklung beobachten und versuchen, mitzuhalten oder besser zu sein.“ Und zu diesem Zweck setzen die De Rooy auf die Zuverlässigkeit ihrer Ginaf. „Der LKW ist der von 2006, aber mit einigen geringfügigen Änderungen und einem neuen Motor“, verkündet Gerard, der betont, dass es keine festgelegte Rangfolge zwischen seinem Vater und ihm gibt.

03-01-2008 - T-2. Die Abgeklärtheit von Mitsu

Mit zahlreichen Siegen bei der Rallye und 12 Titeln ist die japanische Marke im Kielwasser des Vorjahressiegers Stéphane Peterhansel erneut Favorit. Eine Tatsache, von der sich der Manager Dominique Serieys bei den Abnahmen nicht unter Druck setzen lässt: „Wir verspüren keine Zweifel, sind aber auch nicht selbstgefällig. Wir schauen auf eine lange Serie von Erfolgen zurück, aber wir wissen, dass auch unsere Crews Fehler machen können. Das ist das Besondere an der Dakar: Sie ist in erster Linie ein menschliches Abenteuer mit allem, was dazugehört.“ Mit 16 Rallyes Dakar an der Spitze des Teams weiß der Teammanager von Mitsubishi, dass das seinen vier Piloten zur Verfügung stehende Fahrzeug zuverlässig ist: „Im letzten Jahr gab es den Pajero Evo 2 seit neun Monaten. Bei dieser Dakar stellen wir uns mit einem reifen Fahrzeug vor, denn wir haben 2007 von den fünf Rennen, bei denen wir angetreten sind, vier gewonnen.“

03-01-2008 - T-2. Die Abnahmen einmal von der anderen Seite der Absperrung

Ihnen gegenüber das Zelt für die technische Abnahme der Autos, links von ihnen das für die Abnahme der Trucks. Bei jeder Durchfahrt, bei jedem Motorschnurren reißen die jungen Motorsportfans Oliver und Louis Matos, 14 und 12 Jahre alt, verzückt die Augen auf. „Sie sind total verrückt nach Autos“, kommentiert ihr Vater Carlos, der eigens mit seinen beiden Söhnen aus Madrid angereist ist, um die Abnahmen zu verfolgen … „Eine Strecke von 600 km also“, um nah an einer Rallye dran zu sein, die Träume weckt. Das einzige Problem ist, dass die kleine Familie nicht hinter die Absperrung darf, die sie von den Boliden trennt. „Ich habe das Zugangsproblem nicht bedacht“, bedauert der Vater.

03-01-2008 - T-2. Casteu wieder auf sich allein gestellt!

David Casteu, Zweiter der Dakar 2007, traf lange vor der ihm zugedachten Zeit auf dem Gelände in Belém ein, voller Ungeduld, wieder in das Universum der Motorradfahrer einzutauchen. Seine Organisation hingegen hatte leichte Probleme, da einer der Service-LKWs von KTM auf der Autobahn in der Nähe von Barcelona hängen blieb: „Es ist nicht schlimm. Sie werden einfach etwas später eintreffen, weil sie sich um die Reparatur kümmern müssen, bevor sie weiterfahren können. Im schlimmsten Fall passiert der LKW die Abnahme morgen. Ärgerlich ist nur, dass einige Bauteile im LKW waren, die ich ganz gut hätte gebrauchen können, bevor ich mein Motorrad im Parc fermé abstelle, aber es war nichts Wichtiges.“

03-01-2008 - MITTEILUNG

Die Organisatoren der Rallye Dakar nehmen die Erklärungen der französischen Regierung zur Kenntnis, die französischen Staatsangehörigen davon abraten, anlässlich der Rallye nach Mauretanien zu reisen.

Um die Situation bewerten zu können, werden sie sich mit den französischen und mauretanischen Regierungsbehörden in Verbindung setzen, um die neuen Informationen in Erfahrung zu bringen, die trotz der wiederholten Versicherungen der mauretanischen Regierung Anlass für diese Mitteilung waren.

03-01-2008 - T-2. Heiße Autos, scharfe Fotos

Das Team von dakarsport.com hat auf dem Gelände von Belém, wo die Abnahmen stattfinden, unter großer Beachtung Einzug gehalten. Ein Tross von etwa sechzig Personen begleitete die Fahrzeuge des niederländischen Teams. Ein Trubel, der den Mechanikern Schwindelgefühle verursachte, vor allem als das Blitzlichtgewitter einsetzte und sich die Journalisten in Heerscharen um die orangefarbenen und blauen Fahrzeuge sammelten. Das Team, in dem acht Nationalitäten vertreten sind, genießt in der Tat eine beachtliche Medienberichterstattung, insbesondere dank der beiden TV-Stars Chris Zegers und Tim Coronel. Der Erstgenannte moderiert eine Dokumentarsendung mit dem Titel „Travel Adrenaline“, Letztgenannter die Sendung „Auto Xperience“, viel sagende Namen, die den niederländischen Fernsehzuschauern nur allzu bekannt sind. Neben ihren eigenen Kamerateams genießen die Piloten auch die Berichterstattung des niederländischen Fernsehsenders RTL TV, der täglich eine Sendung zur Rallye bringt. Hinzu kommen noch die Verträge, die das Team mit vier Radiosendern abgeschlossen hat, die beiden Fotographen, die es während der Rallye begleiten und die drei Reporter, die nur Augen für sie haben werden.

03-01-2008 - T-2. Amerikanische Show für das Team Dakar USA

Bei einer Pressekonferenz, die dem unverhohlenen Zweck diente, Stärke zu demonstrieren, hat das Team Dakar USA heute seine eigentliche Ankunft bei der Dakar 2008 zelebriert. Seit gestern wegen der Abnahmen anwesend, offenbarten die beiden Piloten Robby Gordon und Ronn Bailey, die als Einzige mit einem Hummer auf die Strecke gehen, heute um 14 Uhr ihre wahren Ziele: der Sieg für Robby, ein Platz unter den Top 20 für Ronn. Als NASCAR-Meister und erster Amerikaner, der jemals eine Sonderprüfung gewann, und Achter der Dakar 2007 hat sich Gordon diesmal vorgenommen, die Dakar zu gewinnen, und zwar mit einem Fahrzeug, das 500 kg leichter ist als das im letzten Jahr. „Im Sand ist mein Hummer geradezu beängstigend, weil er so schnell ist“, verkündete er mit einem Lächeln. Die Amerikaner sind eingetroffen und werden für die Show sorgen.

03-01-2008 - T-2. Rückkehr des türkischen Duos

Kutlu Torunlar und Kemal Merkit, die bei der Auflage 2007 Stürze sammelten, schafften es trotz der mannigfachen Zwischenfälle unterwegs bis nach Dakar. Die beiden Motorradfahrer setzen auch nach ihrer Rückkehr nach Istanbul ihre Pechsträhne fort, da ihre zahlreichen Blessuren langwierige Behandlungen erforderten. „Ich habe mich an der Schulter operieren lassen, dann an den Kniebändern, und so war ich sechs Monate völlig aus dem Verkehr gezogen. Und in den anderen sechs Monaten habe ich auch nicht trainiert“, scherzt Kutlu! Die mangelnde Vorbereitung lässt die beiden Kameraden nicht verzweifeln, die es sich in den Kopf gesetzt haben, erneut den Lac Rose zu erreichen: „Diesmal werden wir aber trotzdem die Strategie ändern und es anfangs langsam angehen lassen, denn die Pisten in Marokko verlangen den Fahrern alles ab.“

03-01-2008 - T-2: Neuer Deal für die Trucks

Neues Jahr und neue Regeln für die Trucks bei der Dakar. Mit einer Rekordzahl von mehr als 100 Teilnehmern tritt die Kategorie mit Einführung eines vereinfachten Reglements in eine neue Ära ein. „Das neue Homologationsverfahrern der FIA, das seit dem 1. Januar gilt, entspricht dem Wunsch nach Chancengleichheit und Vereinfachung. Der Verband war der Ansicht, dass es seriennahe und modifizierte LKWs gibt“, erläutert Fabien Calvet, der bei ASO für die Trucks zuständig ist. Für die letztgenannten Fahrzeuge ist die Regel künftig einfach. Als Grundlage dient die Achsmittellinie. Das Führerhaus darf um höchstens 900 mm nach hinten verschoben sein, das Motorschwungrad muss bei maximal 140 mm liegen und die Fahrwerkshöhe maximal 450 mm betragen. „Damit halten einfache und leicht kontrollbare Regeln Einzug“, fasst Fabien Calvet zusammen.

03-01-2008 - T-2. Neuer Deal für die Trucks

Neues Jahr und neue Regeln für die Trucks bei der Dakar. Mit einer Rekordzahl von mehr als 100 Teilnehmern tritt die Kategorie mit Einführung eines vereinfachten Reglements in eine neue Ära ein. „Das neue Homologationsverfahrern der FIA, das seit dem 1. Januar gilt, entspricht dem Wunsch nach Chancengleichheit und Vereinfachung. Der Verband war der Ansicht, dass es seriennahe und modifizierte LKWs gibt“, erläutert Fabien Calvet, der bei ASO für die Trucks zuständig ist. Für die letztgenannten Fahrzeuge ist die Regel künftig einfach. Als Grundlage dient die Achsmittellinie. Das Führerhaus darf um höchstens 900 mm nach hinten verschoben sein, das Motorschwungrad muss bei maximal 140 mm liegen und die Fahrwerkshöhe maximal 450 mm betragen. „Damit halten einfache und leicht kontrollierbare Regeln Einzug“, fasst Fabien Calvet zusammen.

03-01-2008 - J-2. Yvan Muller: "Diese Herausforderung hat eine andere Größenordnung"

„Neues Auto, neue Herausforderung“. Nach einem überzeugenden Auftritt im letzten Jahr an der Seite von René Metge sieht Yvan Muller 2008 einer noch schwierigeren Dakar entgegen. Der Elsässer erschien heute am Steuer eines Buggy-Einsitzers zur Abnahme in Lissabon. „Das ist eine Herausforderung mit einer anderen Größenordnung. Es ist etwas ganz anderes.“ Neben dem Fahren muss sich der Pilot, der an die Rundkurse der Tourenwagen-Weltmeisterschaft gewöhnt ist, auch noch mit der Navigation und Mechanik beschäftigen und vor allem darauf achten, dass er nicht versandet. „Mein einziges Ziel lautet, überhaupt ins Ziel zu kommen. In 15 Tagen sind 9.500 Kilometer zurückzulegen. Überhaupt ankommen zu wollen, ist eigentlich schon vermessen genug. Ich will versuchen, alles aus mir herauszuholen; darum geht es mir.“

03-01-2008 - T-2. "Semoule" kann sich nicht von der Dakar trennen

Etienne Smulevici, alias „Semoule“ (Grießbrei), hat mit seinem Copiloten Gilles Tixador einen dröhnenden Auftritt hingelegt. „Hallo Mädels“, rief er in die Runde, während er sich aus seinem Buggy-Zweisitzer schälte und bevor er die ersten Hände schüttelte, die sich ihm entgegenstreckten. Nämlich die der „ehemaligen“, die gekommen waren, um ihn zu begrüßen. Der quicklebendige Sechziger, der den Rekord bei der Anzahl der Teilnahmen und Ankünfte in Dakar hält, erklärte, „er sei ebenso glücklich wie beim ersten Mal“ und ergänzte, „er genieße diese kurze Begegnungen mit alten Bekannten vor dem Start“. Sein „erstes Mal“ war vor 26 Jahren. Wann wird er aufhören? Als er antwortet, schlägt er einen feierlichen Ton an: „Ich habe meinen Angehörigen und meiner Familie mitgeteilt, dass ich beabsichtige, dieses Abenteuer zu beenden … sobald ich meine 50. Teilnahme verbucht habe.“ Um ihn herum ertönt schallendes Gelächter. Dann wird er wieder ernst und erklärt seine Ziele: „Meinen Rekord mit 19 Zielankünften verbessern und unter die ersten 15 kommen.“ Ein privater Klub, zu dem ihm bisher der Zutritt verwehrt blieb.

03-01-2008 - T-2. Bourgnon bereit für das Meer aus Dünen

Noch einige kleine Reparaturen, bevor die große Weite ruft. Den Kopf zwischen Drähten, kaum Bewegungsfreiheit in seinem beengten Off-Road-Buggy, hatte Laurent Bourgnon heute Nachmittag alle Hände voll zu tun, um vor dem Start „noch einige falsch platzierte Elektrokabel zu ordnen“... Der ehemalige Skipper gibt sich dennoch gelassen: „Sonst war alles in Ordnung, und das war nur eine Kleinigkeit.“ Mit seinen durchdringenden blauen Augen und der wettergegerbten Haut erklärt Laurent Bourgnon, dass „nach fünfzehn Jahren an der Spitze des Segelsports“, für ihn ein Meer von Dünen Vergnügen pur bedeutet. „Das Ziel ist, in bestmöglichem Zustand anzukommen“ lacht er, in vollem Bewusstsein der „begrenzten Mittel“, über die er und sein Kamerad Guy Leneveux verfügen. Für den Entdecker des Unbekannten, der bei der Dakar nicht mehr als Schiffsjunge startet, ist es die sechste Teilnahme. Sein Wunsch ist es, menschliche Geschichten kennen zu lernen. Kein Problem: Bei der Dakar ist er genau richtig.

03-01-2008 - T-2. Tiago Monteiro: "Etwas unüberlegt"

Von einem Großteil des Lissabonner Publikums mit Spannung erwartet, bekam Tiago Monteiro bei den Abnahmen einen ersten Vorgeschmack auf die Dakar. Der frühere Formel-1-Pilot macht es sich bei seiner ersten Rallye nicht leicht. Er startet am Steuer eines Buggy-Einsitzers und wird alle Hände voll zu tun haben. „Ich habe noch gar nicht realisiert, dass ich bei meiner ersten Dakar starte. Es ist etwas unüberlegt, nicht zu wissen, was mich erwartet. Der Wahnsinn, auf den ich mich hier einlasse, wird mir wohl schnell bewusst werden.“ Geteilte Gefühle bei dem Piloten, der eher an den Rundkurs gewöhnt ist. „Es ist gleichzeitig aufregend und angesichts des Unbekannten beängstigend.“

03-01-2008 - T-2. TITELVERTEIDIGER UND ANDERE ANWÄRTER

Am zweiten Tag der technischen und administrativen Abnahmen im Kulturzentrum von Belém setzte sich das Defilee der Teilnehmer fort. Anwärter auf den Gesamtsieg, einen Ehrenplatz, eine Auszeichnung in einer der Unterkategorien oder einfach nur Aspiranten auf eine ruhmreiche Ankunft am Lac Rose – alle Piloten, die zur Abnahme geladen waren, empfing Rallyeatmosphäre, oder eher gesagt, der Trubel der allerletzten Vorkehrungen. Der Kampf um den Titel, der in der Kategorie Auto noch härter zu werden verspricht, schien der Abgeklärtheit der Mitsubishi-Armada, die am Vormittag die erste Parade des Jahres absolvierte, nichts anhaben zu können. Trotz der gewichtigen Bedrohung durch Volkswagen stellten sich die vier Crews, die der japanische Hersteller mit Peterhansel/Cottret, Alphand/Picard, Masuoka/Maimon und Roma/Cruz engagiert hat, mit gewohnter Lässigkeit dem Blitzlichtgewitter der Fotografen, gaben Autogramme und verkündeten ihre Absichten. Der Chef des Rennstalls, Dominique Serieys, fasste die Stimmung in der Truppe, die ihre über Jahre erworbene Selbstsicherheit kultiviert, wie folgt zusammen: „Wir zweifeln nicht an uns, sind aber auch nicht selbstgefällig.“

Da ihre ernstzunehmenden Rivalen erst am Freitag im Laufe des Tags erwartet wurden, trafen die Mitsu Boys auf dem Abnahmegelände heute vor allem auf kühne Selbstdarsteller, die sie nicht weiter beunruhigt haben dürften. Der Belgier Stéphane Henrard, regelmäßig unter den Top 10 vertreten, strebt danach, am Steuer seines VW-Buggys „eine Platzierung unter den Top 5 zu ergattern“. Etienne Smulevici, der zum 26. Mal bei der Dakar antritt, wird seinerseits versuchen, einen anderen Rekord auszubauen, indem er zum 20. Mal das Ende des Rennens erreicht. Unter den Attraktionen heimsten die Piloten des von Philippe Gache konstruierten Buggy-Einsitzers besondere Aufmerksamkeit ein: Der Herausforderung stellt sich Yvan Muller, der bei seiner zweiten Dakar mit diesem nicht ganz gewöhnlichen Fahrzeug auf die Strecke geht, nach einer überzeugenden Leistung im letzten Jahr an der Seite des nicht zu erschütternden René Metge. Noch wagemutiger ist vielleicht der Lokalmatador und Ex-Formel-1-Pilot Tiago Monteiro, der sich aufmacht, gleichzeitig den Sand, die Rallye und die Einzelnavigation zu entdecken.

Im Gegensatz zu Peterhansel in der Kategorie Autos ist Cyril Despres, Titelverteidiger bei den Zweirädern, in den Gängen den meisten Piloten begegnet, die in seine Fußstapfen treten könnten. Sein angekündigtes Duell mit Marc Coma, der seine Abnahme zeitgleich absolvierte, scheint dem Franzosen, der seinen dritten Titel anstrebt, jedoch keine Angst einzujagen: „Ein Großteil entscheidet sich schon vor der Dakar. Das ist geregelt, und ich trete mit sehr guten Voraussetzungen an. Ansonsten haben wir ein langes Rennen vor uns.“ Abgesehen von Coma weiß Despres, dass er auch ein Auge auf David Casteu, 2007 Zweiter, oder den Chilenen Francisco Lopez werfen muss, der in diesem Jahr auf einer KTM 660 vorfuhr. In der Kategorie Trucks haben die Niederländer vom De-Rooy-Clan, Vater und Sohn, ihre neuen Farben enthüllt. Sprössling Gerard und Patriarch Jan versuchen fortan, in Orange neue Gipfel zu erklimmen. Dazu müssen sie allerdings die Spitzenpiloten vom Team KAMAS abhängen, allen voran Vladimir Chagin, der an seinen Fahrkünsten zu arbeiten gedenkt, um „Purzelbäume“ zu vermeiden, aber nicht sein angriffslustiges Temperament bestreitet: „Es wird schnell gehen. Ab den ersten 100 m!“

Und schließlich haben die Organisatoren der Rallye Dakar die Erklärungen der französischen Regierung zur Kenntnis genommen, die französischen Staatsangehörigen davon abrät, anlässlich der Rallye nach Mauretanien zu reisen. Um die Situation bewerten zu können, werden sie sich mit den französischen und mauretanischen Regierungsbehörden in Verbindung setzen, um die neuen Informationen in Erfahrung zu bringen, die trotz der wiederholten Versicherungen der mauretanischen Regierung Anlass zu dieser Mitteilung gegeben haben.

02-01-2008 - T-3: Die Abnahmen haben begonnen

Zum dritten Mal in Folge finden die technischen und administrativen Abnahmen, die der Rallye Dakar vorangehen, im Kulturzentrum von Belém statt. Drei Tage lang müssen sich alle Fahrzeuge, die für die Rallye gemeldet sind, und alle Servicefahrzeuge dem kritischen Auge der Rennkommissare stellen. Zunächst absolvieren die Piloten und Copiloten eine „Verwaltungsetappe“, wo sie ihre Lizenz, ihren Führerschein, Visum, etc. vorlegen müssen. Erst dann wird mit der Lupe untersucht, ob die Fahrzeuge dem sportlichen Reglement entsprechen. Am ersten Tag wird der Großteil der portugiesischen und spanischen Teilnehmer in Lissabon erwartet. 65 Motorräder, 60 Autos, 25 Trucks und 65 Servicefahrzeuge müssen bis zum Ende des Tags den begehrten Stempel erhalten, der sie berechtigt, bei der ersten Etappe an den Start zu gehen. Insgesamt werden 248 Motorräder und Quads, 204 Autos und 98 Trucks die Rallyekarawane bilden.

02-01-2008 - T-3: Garrofé der Erste!

Gestern Abend in Barcelona gestartet, hat José Maria Garrofé bei seiner zweiten Teilnahme an der Dakar bereits einen Raid erlebt, um sich heute morgen pünktlich um 8h00 zur technischen und administrativen Abnahme einzufinden und der erste Teilnehmer zu sein, der sich der Prüfung stellt. „Auf Höhe von Saragossa mussten wir alle fünf Kilometer anhalten, um das Eis von der Windschutzscheibe zu entfernen. Als wir in Lissabon ankamen, hat es so stark geregnet, dass das Wasser ins Auto eindrang.“ Der Bowler-Pilot mit der Nummer 460 kann es jetzt kaum erwarten, nach Afrika zu kommen, um Wetterbedingungen vorzufinden, die seinem Gerät eher liegen.

02-01-2008 - T-3: Portugiesischer Pressespiegel

Am Tag der Eröffnung der Abnahmen hat die portugiesische Presse dem Sportereignis zu Jahresbeginn in der Hauptstadt gleich mehrere Seiten gewidmet. Die Journalisten erweisen den Sportlern alle Ehre. Die täglich erscheinende Sportzeitung „A Bola“ hat den Abnahmen und ersten beiden Sonderprüfungen, die in Portugal ausgetragen werden, zwei Seiten vorbehalten. Aus Sicht von „O Jogo“, der anderen täglichen Sportzeitung des Landes, „…sind die Portugiesen erstmals in der Favoritenrolle“ und werden „… die Deutschen versuchen, die japanische Überlegenheit anzugreifen“. Auch die Tageszeitung „Diário de Noticias“ berichtet, dass die Motoren in Lissabon zu dröhnen beginnen“ während Tiago Monteiro, der ehemalige Formel-1-Pilot, in einer persönlichen Kolumne erklärt: „Warum ich zur Dakar gehe“. Hélder Rodrigues, der in der Kategorie Motorräder antritt, beantwortet im gleichen Artikel sechs Fragen. Im Blatt „Correio da Manhã“ wird die Dakar mit dem Porträt des spanischen Teams Fuhnpaiin-Quixote vorgestellt, das in zwei verschiedenen LKWs drei Querschnittsgelähmte angemeldet hat.

02-01-2008 - J-3: Die Wetten sind eröffnet

Wenige Tage vor Start der 30. Auflage der Dakar sind die Wetten auf den verschiedenen Online-Wettseiten eröffnet. In der Kategorie Autos bietet eine der Referenzseiten eine Liste von 16 Piloten an. Mit einer Quote von 2,90 gilt Giniel De Villiers als Favorit, obwohl er die Rallye noch nie gewonnen hat, vor seinem Volkswagen-Teamkollegen Carlos Sainz (mit 3,20). Stéphane Peterhansel, Titelverteidiger und neunmaliger Sieger des Wettbewerbs, hat mit 3,60 die drittniedrigste Wettquote. Die Wagemutigsten setzen auf Piloten wie Yvan Muller (251 zu 1) oder den Deutschen Dieter Depping (Volkswagen), der 300 zu 1 „erreicht“. Noch überraschender ist die Listung des Österreichers Raphael Sperrer (300 zu 1)… Erwähnenswert ist auch die Möglichkeit, auf potenzielle Duelle ausgehend von der Gesamtwertung am Lac Rose zu wetten. Als Beispiel: Bei den Teamkollegen von BMW X-Raid gilt Nasser Al Attiyah (mit 1,55) als Favorit vor Bruno Saby (2,30).

02-01-2008 - T-3: Philippe-Bernat Salles: "Es ist wie vor einem großen Spiel"

Der ehemalige Nationalspieler aus Biarritz fühlt sich kurz vor dem Start in Lissabon an seine Rugbytage erinnert. „Es ist wie vor einem großen Spiel: Jeder will mit mir über die Dakar reden. Wie beim Rugby kann ich in Biarritz keinen Kaffee trinken gehen, ohne Fragen beantworten zu müssen.“ Als Neuling beim wichtigsten Rallye Raid der Welt verbirgt der Pilot des Teams 100% Sud Ouest seine Aufregung nicht, auch wenn er während der acht Tage, die er in Marokko verbracht hat, seine Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellen konnte: „Sie waren mit mir zufrieden und ich war es auch, weil ich ins Ungewisse aufgebrochen bin.“ Philippe Bernat-Salles trifft am Mittwochvormittag mit einem Flug aus Bilbao in Lissabon ein und wird die Abnahmen am frühen Nachmittag absolvieren. „Danach hängt es von der mentalen Verfassung ab, wie beim Rugby.“

02-01-2008 - T-3: Marcel Pilet, die gute Seele der Motorradfahrer

Er sieht sich selbst als eine Art „Mac Gyver“, zuständig für die Teilnehmer in der Kategorie Motorradfahrer. Während der Abnahmen hat Marcel Pilet vielfältige Aufgaben: zunächst das Abstempeln der eintreffenden Fahrzeuge, dann die Orientierung der manchmal etwas verloren wirkenden Ankömmlinge auf dem großen Gelände von Belém, dann Zuspruch und Rat für die Teilnehmer, die oft „extrem gestresst“ sind, bis sie alle Etappen der Homologation erfolgreich durchlaufen haben. „Es ist kompliziert; oft bereiten sie sich monatelang auf die Rallye vor, ohne die Gewissheit zu haben, dass es klappt“, erklärt er. „Nicht jeder ist Mechaniker“, und einige Teilnehmer haben keine Unterstützung. Im Bedarfsfall geizt Marcel Pilet, der selbst elf Mal bei der Dakar gestartet ist (von 1983 bis 1996), nicht mit einem „Tipp“ hier oder der Erläuterung einer falsch verstandenen Passage des Reglements dort. Ein kurzer Augenblick der Milde also, bevor die Teilnehmer sich dem gestrengen Blick der Kontrolleure stellen müssen.

02-01-2008 - J-3: Sicherheit - Die Grundkenntnisse in 10 Minuten

Der Wind bläst in der Wüste und weht den Staub nach rechts. Wo muss sich ein Motorradfahrer platzieren, der gewarnt wird, dass ein Auto überholen wird? Offensichtlich? Nicht wirklich, glaubt man den für das System Sentinel Verantwortlichen, die in dem für die administrativen Überprüfungen bestimmten Zelt Position bezogen haben. Einige Teilnehmer scheinen noch nicht die richtigen Reflexe zu haben. Die „schlechtesten Schüler“ werden bei ihrer Ankunft mithilfe von fünf Testfragen bei den Autopiloten und drei bei den Motorradfahrern ermittelt. Ein Fehler und die Teilnehmer werden gebeten, eine zehnminütige Unterweisung zu durchlaufen, die ihnen einerseits noch einmal in Erinnerung ruft, wie Sentinel– ein integriertes Funksystem, das die Interaktion zwischen den Fahrzeugen ermöglicht – funktioniert und wie sie sich andererseits beim Überholen und bei Unfällen zu verhalten haben. Nach Meinung von Marc Lajara, der für die Schulung zuständig ist, „entspricht die Hardware dem neuesten Stand der Technik, seit sie seit vier Jahren bei der Dakar zum Einsatz kommt. Mittlerweile sind wir jedoch überzeugt, dass es das menschliche Verhalten ist, wo wir noch nachbessern müssen.“ Es ist sogar möglich, dass die Schulung in den nächsten Monaten noch „weiterentwickelt“ und per Internet vermittelt wird.

02-01-2008 - T-3: Ludivine Puy: "Ich komme auch wegen der Schwierigkeit"

Kurz vor dem Start ihrer 4. Dakar war Ludivine Puy noch nie so gestählt wie heute. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen verspricht die diesjährige Auflage der Rallye körperlich besonders anspruchsvoll zu werden und vor allem ist ihr Motorrad wesentlich schwerer als das, mit dem sie im letzten Jahr startete. Bei den Abnahmen präsentierte die 24-Jährige heute stolz ihre neue schwarze KTM 690cc, die noch imposanter ist als die 525, die sie 2007 steuerte. „Ich habe in diesem Jahr hart trainiert, vor allem an meiner Ausdauer. Das ist wichtig, um in der Lage zu sein, das Motorrad im Sand anzuheben.“ Und Sand wird die Französin in diesem Jahr in rauen Mengen zu kosten bekommen. „Das ist natürlich beängstigend, aber ich komme ja auch wegen der Schwierigkeit. Ich bin sicher nicht hier, um jeden Tag um 15h im Biwak einzutrudeln.“ Ludivines Ziel ist immer das Gleiche: „In Dakar ankommen und als beste Frau abzuschneiden, auch wenn dies bei Gegnerinnen wie Annie Seel und Mirjam Pol schwierig wird.“. Puy, die 2007 als erste Frau ankam, fügt dennoch hinzu „nicht zu allem bereit zu sein, um zu gewinnen … »

02-01-2008 - T-3: Und wie fühlen wir uns heute?

2007 waren es 1264 medizinische Untersuchungen, 53 Krankentransporte, davon 50 nach Europa. Bei der Rallye 2008 sind 53 Personen im Einsatz, davon 47 Ärzte … Vor Ort äußern sich die medizinischen Daten der Dakar in Form einer beeindruckenden Organisation, die bei den Abnahmen in Lissabon beginnt. Jeder Starter wird gebeten, Informationen über seine medizinische Vorgeschichte, die im Fall von Problemen zu kontaktierenden Personen etc. zu liefern. „Während der Rallye haben wir fünf Fahrzeuge unter der Bezeichnung Tango auf der Strecke, Ärzte an Bord von vier Helikoptern und 18 Helfer, die für die medizinischen Zentren im Biwak mobilisiert wurden“, erläutert Gouram Assathiany, der für die medizinische Logistik und Abtransporte verantwortlich ist. Ein Apparat, der nicht nur den Teilnehmern zugute kommt: „Der Großteil unserer Arbeit besteht in der Behandlung von Grippeinfektionen, Magen- und Darmproblemen oder Ermüdungserscheinungen bei den Service- oder Organisationsmitarbeitern. Dann „versuchen wir noch im Rahmen des Möglichen die lokale Bevölkerung zu behandeln“, betont Gouram Assathiany. „Und ab Smara geben wir dann auf jeder Etappe ein beträchtliches Kontingent an Medikamenten und medizinischem Material an das größte Krankenhaus in der Region ab. Wir werden etwa 500 kg Arzneimittel und Material verteilen.“

02-01-2008 - T-3: Im "Dorf" wird gefeiert

Heute Morgen beobachteten zahlreiche Jungs mit glänzenden, neidischen Augen den seltsamen Reigen der ersten Rennautos. Für diese Kinder und auch für ihre Eltern war es höchste Zeit, dass das „Village“ der Lissabon-Dakar endlich seine Pforten öffnet – ein Gelände voller Trubel, wo sich vor dem großen Start nach und nach die Teilnehmer zu den Abnahmen einfinden und vorstellen. Dies ist seit 11 Uhr heute Morgen abgeschlossen und nun erwarten 45 Stände die Besucher am Fuße des Hieronymiten-Klosters. Im letzten Jahr fieberten auf dem Gelände 200.000 Zuschauer unter der Riesenleinwand und dem Podium mit, wo sich die Starter der Menge vorstellen, bevor sie sich in den Parc Fermé begeben, wo ihr Fahrzeug bis zum 5. Januar abgestellt wird. Auf dem Programm stehen Autogrammstunden, unter anderem mit den Mitgliedern des Mitsubishi-Teams, eine Vorführung des „Freestyle-Bikers“ Chris Pfeiffer, Verteilung von Präsenten… Für Freitag ist sogar ein Konzert geplant.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

 

Die Öffnungszeiten des Lissabon-Dakar Village

Mittwoch, 2. Januar: 11h00 – 20h30

Donnerstag, 3. Januar: 11h00 – 21h00

Freitag, 4. Januar: 11h00 – 23h00

Samstag, 25. Januar: 7h00 – 14h00

02-01-2008 - T-3. Toñejo verwirklicht seinen Traum, 18 Jahre nach seinem Unfall

Antonio Rodriguez durchläuft seine erste Abnahme, 18 Jahre nach seinem schweren Quad-Unfall. Während der Vorbereitung auf die Dakar prallt „Toñejo“ 1990 in einem Rennen gegen eine Mauer. Er kann seither seine Beine nicht mehr bewegen, verliert aber nicht seine Entschlossenheit. Heute stellt er den Kommissaren den Truck vor, von dem er hofft, dass er in bis nach Dakar bringen wird. Für ihn ist dies bereits ein Sieg. „Jeder, der mit Leib und Seele Pilot ist, träumt davon, eines Tages an der Dakar teilzunehmen. Aber heute hier zu sein, ist für mich etwas Besonderes. Für mich geht ein Traum in Erfüllung, den ich viele Jahre lang gehegt habe.“ Sein Ziel: Bis zum Ende der Rallye dabei zu sein und zu beweisen, dass ein Behinderter einen LKW steuern kann, ob in einer Rallye oder im Alltag.

02-01-2008 - T-3: PKL, der Prototyp von Fernando Prades

Er hat bis 1998 für KTM gearbeitet und zur Serienentwicklung mehrerer Motorräder der österreichischen Marke beigetragen. Der Mechaniker aus Castellón kehrt in diesem Jahr mit zwei Prototypen zurück, die seine Handschrift tragen. Der Spanier Arturo Casanova mit der Startnummer 38 und der Chilene Santiago Larroquette mit der Startnummer 66 werden dieses Motorrad steuern, von dem es derzeit nur sechs Exemplare gibt: „Das ist ein Projekt, an dem ich seit letztem Februar ausgehend vom Motor der KTM 525 arbeite. Den Rest habe ich konstruiert und gefertigt.“ Auf den Namen PKL getauft, wurde der Motor nur bei der Baja Lorca im Herbst getestet.

02-01-2008 - J-3. Ruben Faria bei der Abnahme… zu Fuß

Der Portugiese Ruben Faria ist zwar am Ort der Abnahmen in Belém eingetroffen, aber ohne sein Motorrad. „Ich habe gestern noch Einstellungen an den Aufhängungen vorgenommen, sie aber noch nicht getestet. Das werde ich heute Nachmittag machen“, erklärte er heute. Die Überprüfung der KTM 690 des Piloten vom Team Lagos wurde also auf Donnerstag, den 3. Januar, verschoben: „Es gibt kein Problem; es handelt sich nur um eine kleine Verzögerung“, versicherte der Motorradfahrer. Ruben Faria dürfte sich bereits für die ersten Sonderprüfungen in Portugal wappnen, auf denen seine Landsleute ihn gern an der Spitze sehen würden. Faria hat aber eine langfristigere Sicht. „Es stimmt zwar, dass ich vor zwei Jahren die zweite Sonderprüfung gewonnen habe und die ersten Etappen 2007 als Erster und Dritter beendet habe. In diesem Jahr ist mein Ziel aber, unter die ersten zehn der Gesamtwertung zu kommen. Ich will also konstante Leistungen bringen und nicht von Anfang an aufs Ganze gehen. Wenn ich dann eine Sonderprüfung gewinnen sollte, umso besser.“
Sein Teamkollege Helder Rodrigues, der gegen Ende des Tages zur Abnahme eintraf, ist auch nicht bereit, schon auf den ersten Etappen alles zu riskieren: „Mir geht es zwar jetzt gut, aber ich hatte im September in Argentinien einen Unfall. Ich war einen Monat lang im Krankenhaus und habe immer noch leichte Schmerzen im linken Arm. Ich werde vorsichtig sein.“

02-01-2008 - T-3: RALLYEDUFT LIEGT IN DER LUFT

Vor Jahrhunderten lud die Mündung des Tejo bereits ein, auf Reise zu gehen und ferne Länder zu entdecken. Gegenüber dem Hieronymus-Kloster gedenkt ein imposantes Monument der Seefahrer wie Vasco da Gama oder Ferdinand Magellan, die der Stolz des Lands sind. In diesem Rahmen, der den Abenteuersinn beflügelt, schlägt die Rallye Dakar seit drei Jahren ihr Lager auf, bevor sie sich auf ein lange Reise durch die Wüste begibt, die die Teilnehmer der Rallye bis in die senegalesische Hauptstadt führen wird. Zur 30. Auflage wurden 248 Motorräder und Quads, 204 Autos und 98 Trucks zum Stelldichein nach Lissabon gebeten, wo am Samstag, den 5. Januar, der Startschuss zur ersten Etappe fällt. Bevor die Piloten den Kampf mit der Uhr aufnehmen, müssen sie sich zunächst bei den drei Tage dauernden technischen Abnahmen und administrativen Überprüfungen den Formalitäten beugen. Kontrolle der Sicherheitsinstrumente, Vorlage der Papiere, Wiegen der Fahrzeuge, Anbringen der Startnummern: Stand für Stand sammeln die Teilnehmer Stempel in ihrem „Abnahmeheft“, dem Dokument, das für den Fahrer unverzichtbar ist, um seine Maschine im Parc fermé abstellen und bis Samstag den Vergnügungen Lissabons frönen zu können.

Aus praktischen Gründen gaben sich am ersten Tag die Teilnehmer von der iberischen Halbinsel die Ehre. Ein großer Teil der 97 portugiesischen und spanischen Piloten und Crews fanden sich heute im Kulturzentrum von Belém ein. Die stärksten portugiesischen Vertreter in der Kategorie Motorräder, die daran gewöhnt sind, seit zwei Jahren auf „ihren“ Etappen zu brillieren, waren unter den Stars, die heute Vormittag erwartet wurden. Angesichts einiger Feinabstimmungen war es schließlich halber Nachmittag, bis Rodrigues erschien, während Faria sein Motorrad in der Garage ließ, nachdem er sich vergewissert hatte, dass er mitsamt seiner Maschine am nächsten Morgen zwecks penibler Überprüfung vorstellig werden durfte.

Die Champions, die ab dem nächsten Wochenende die erste Geige spielen sollen, wurden für später erwartet, aber das heutige Defilee bot die Gelegenheit, eine Motorradfahrerin zu treffen, die im letzten Jahr auf sich aufmerksam machte. Um ihre Titelverteidigung in Angriff zu nehmen, ist Ludivine Puy auf die KTM 690cc umgestiegen. In den Reihen der „ehemaligen Sieger“ entdeckt Eric Bernard, 2007 Teammanager von Cyril Despres, am Steuer eines Prototypen, den BMW für die Dakar 2008 gebaut hat, die Freuden des Allradlers wieder. Unter den Neulingen der Karawane setzte Philippe Bernat-Salles, 1999 Rugby-Vizeweltmeister, seinen Bowler den strengen Blicken der Sportkommissare aus. Herzlich willkommen bei der Dakar.

Es wird erwartet, dass sich die portugiesischen Zuschauer im nächsten Jahr noch zahlreicher einfinden werden, um die Rallyestars zu feiern (2007 kamen eine Million Zuschauer), angefangen bei den Titelverteidigern in den Kategorien Auto und Motorrad. Bei den Vierrädern wird Stéphane Peterhansel, neunmaliger Sieger der Dakar, die Mitsubishi-Armada mit den drei ehemaligen Siegern der Automobilwertung anführen, zählt man Alphand und Masuoka hinzu. Während alle auf das Eintreffen von Carlos Sousa am Donnerstag warten, war der lokale Star des Tags Tiago Monteiro. Der ehemalige Formel-1-Pilot wird die Atmosphäre der Dakar am Steuer eines Buggy-Einsitzers kennen lernen. Bei den Motorrädern wird Cyril Despres seine neuen Farben hissen und sich seinen Hauptgegnern stellen, darunter Marc Coma und David Casteu. Unter den Truckfahrern schließlich werden die Revanchesuchenden Chagin und De Rooy ihre Maschinen enthüllen, von denen sie hoffen, dass sie in etwas mehr als zwei Wochen in Dakar triumphieren werden.