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Umweltauswirkung

Mehr Wissenswertes

Ausgabe 2008

Humanitäre Hilfe

Die Organisatoren der Rallye haben sich von Anfang an einem verantwortungsvollen Umgang mit der afrikanischen Umwelt verschrieben. Mit grüneren Kraftstoffen, Ausgleichsmaßnahmen für die CO2-Emissionen und der Müllaufbereitung verfügt die Rallye Dakar heute über viel versprechende Ansätze, um ihre Umweltauswirkungen einzudämmen. Es wurde eine Kohlenstoffbilanz erstellt, um die genauen Folgen der Rallye festzustellen und die best möglichen Ausgleichsmaßnahmen ermitteln zu können.

Erstmals werden die Teilnehmer, die in der Kategorie Motorräder antreten, im afrikanischen Teil der Rallye von den Organisatoren mit einem Kraftstoff versorgt, der Biokraftstoff enthält. Mit Hilfe des Unternehmens Total, das die Benzinzufuhr entlang der Strecke sicherstellt, werden die teilnehmenden Motorräder dank der kombinierten Wirkung des garantierten ETBE-Gehalts und des verbrauchsmindernden Zusatzstoffs „Excellium“ einen geringeren CO2-Ausstoss haben.

Die Rallye Dakar hat in Zusammenarbeit mit der Umwelt- und Energiebehörde die Erstellung einer „Kohlenstoffbilanz“ in Auftrag gegeben. Die Methode, die darin besteht, die direkt oder indirekt durch die Rallye bedingten Treibhausgasemissionen zu erfassen, liefert einen realistischen Überblick der Auswirkungen auf die Umwelt. Nach der Bewertung des von den Teilnehmern und Organisatoren bei der Rallye verbrauchten Kraftstoffs haben die Experten auch die Verkehrsbewegungen der Zuschauer eingerechnet, die sich nach Lissabon begeben haben, sowie die Reisen der Teilnehmer vor und nach dem Rennen, die durch die Fernsehzuschauer (Stromverbrauch) verursachten Folgen und die Produktion des für die Fertigung der Fahrzeuge notwendigen Stahls. Diese Kohlenstoffbilanz für die Dakar 2007 wurde also unter Berücksichtigung möglichst umfassender Parameter erstellt.

Die Ergebnisse dieser Studie ergeben ein Emissionsniveau von 22.000 Tonnen CO2-Äquivalent für die Lissabon-Dakar 2007. Zum Vergleich: Bei einem Formel-1-Grand-Prix wird die gleiche Menge ausgestoßen wie bei der Dakar. Zugunsten des Motorsports muss man sagen, dass die Rugby-Weltmeisterschaft 2007, für die ebenfalls eine Kohlenstoffbilanz nach gleichen Randbedingungen erstellt wurde, einen Ausstoß von 570.000 t CO2-Äquivalent verzeichnete.
Von den Gesamtemissionen, die durch die Dakar entstehen, entfällt der Großteil auf den von den Fernsehzuschauern verbrauchten Strom (18,9%) und den Transport der Zuschauer an der Strecke (18,9%). Der Kraftstoffverbrauch durch die Teilnehmer auf der 8.000 km langen Strecke beläuft sich auf 2.000 t CO2-Äquivalent, was den verkehrsbedingten Emissionen eines Tags auf der Pariser Umgehungsstraße (40 km) entspricht.

Seit fast 15 Jahren beauftragt die Rallye Dakar lokale Dienstleister mit der Müllabfuhr und dem Transport zu bestehenden Deponien. In diesem Jahr wurden Partnerschaften abgeschlossen, insbesondere in Marokko, um sicherzustellen, dass der Müll in Anlagen verbracht wird, die die Aufbereitung und/oder Wiederverwertung sicherstellen können. In den anderen Ländern entlang der Rallyestrecke wird der Müll in Deponien gebracht, die nach ISO 14000 zertifiziert sind.

Im Biwak wird die Müllsortierung gleichzeitig für die Teilnehmer, Mitglieder der Organisation, Medien und Partner der Rallye organisiert. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Rückgewinnung von Altöl gelegt, dessen Aufbereitung vom Total-Netz sichergestellt wird.