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Sicherheit

Mehr Wissenswertes

Ausgabe 2008

Humanitäre Hilfe

Sicherheit hat immer Priorität

Die Vermeidung von Risiken, die die Teilnehmer oder Zuschauer der Rallye gefährden könnten, bleibt für die Veranstalter der Dakar ein wichtiges Anliegen. Der Plan zur Straßenverkehrssicherheit, der im Januar 2007 beschlossen wurde, gilt auch wieder für die Auflage 2008.

Sicherheit geht alle an!

Während der gesamten Rallye haben die Sicherheit der Anwohner und die Verhütung von Unfällen Priorität. Zum zweiten Mal in Folge wird ein umfangreiches Instrument umgesetzt, einschließlich der Einrichtung eines eigenen Teams, das für sichereren Verkehr während der Rallye sorgt. Eine Studie der Risikozonen, die in Zusammenarbeit mit den Behörden der Austragungsländer der Dakar erstellt wurde, dient uns als Handlungsgrundlage: Es werden alle Mittel eingesetzt, um diese Sektoren zu sichern.

Die Bemühungen zur Unfallverhütung und Aufklärung müssen vor Ort durch beispielhaftes Verhalten der Teilnehmer und aller Fahrzeuge, die auf der Rallyestrecke unterwegs sind, unterstützt werden.

Der Straßenverkehrssicherheitsplan, der hier vorgestellt wird, ist ein wirkungsvolles Instrument zur Risikoverhütung. Ihn zu lesen bedeutet, die Grundsätze zu übernehmen, die ausgeführt werden. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre…

» PDF herunterladen (1,8 Mb - französisch/englisch)

Schulungs- und Sensibilisierungskampagnen

2007

  • Schulung eines Teilnehmerfelds mauretanischer Motorradfahrer durch die SCTIP (nationale französische Polizei).
  • Ausstrahlung von Botschaften zur Sensibilisierung auf lokalen Radiosendern (in den lokalen Dialekten) und auf RFI.
  • Gemeinsame Präventionskampagnen der Rallye und Total:
    Sensibilisierungskampagne vor der Rallye (Schulung in präventivem Verhalten, Verteilung und Erläuterung von Comics).
    - 25.000 km absolviert,
    - 230 Dörfer und 60 Schulen besucht,
    - 200 Dorfbrigaden eingerichtet,
    - 15.000 pädagogische Comics (französisch-arabisch), 1.000 Poster und 600 Infopakete wurden in den Dörfern verteilt.
  • Für die Dakar 2008 ist geplant, diese Sensibilisierungsaktionen und -kampagnen in Schulen in Marokko, Mauretanien und im Senegal unter Leitung der nationalen Bildungsbehörden fortzusetzen.

Die Aufgaben der Verkehrssicherheitspatrouillen und GPS-Kontrolleure

  • Die Patrouillen bestehen aus sechs Fahrzeugen und 12 Personen (darunter acht französische Verkehrssicherheitsexperten) und werden von je einem Verbindungsbeamten der durchquerten Länder für zwei Wagen begleitet.
    Ihre Aufgaben bestehen darin:
    - Aufklärung und Prävention in den Dörfern,
    - Ermittlung der Risikozonen,
    - Einrichtung von Dorfbrigaden (Auswahl der Personen und Schulung),
    - Aktivierung der Brigaden, Kontrollen und Verlangsamung der Rennfahrzeuge bei Durchfahrt der Kontrollpunkte.
  • Die GPS-Kontrollen werden von einem zwölfköpfigen Team durchgeführt.
    Sie haben zwei Aufgaben:
    - Zeitkontrollen bei Start und Ankunft im Biwak,
    - Tägliche Kontrolle aller GPS-Systeme in den Renn-, Service-, Presse- und Organisationsfahrzeugen.

Geschwindigkeitsbegrenzungen

Auf den Straßenabschnitten ist die Geschwindigkeit aller Fahrzeuge begrenzt auf:

  • Für Autos: 100 km/h in Marokko, 110 km/h in Mauretanien, 90 km/h im Senegal.
  • Für Trucks: 90 km/h.

Strafen

Je nach Schwere der festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitung:

  • Die Rennteilnehmer unterliegen Geldstrafen und die Strafen können bis zum Rennausschluss reichen.
  • Für Servicepersonen gelten folgenden Strafen:
    - Geldstrafen,
    - Stilllegung des Fahrzeugs,
    - Definitiver Ausschluss.

Die acht goldenen Grundregeln

1 - Einhaltung des Reglements und der Sicherheitsvorschriften.
2 - Einhaltung der Straßenverkehrsordnung.
3 - Äußerste Wachsamkeit in bewohnten Gebieten.
4 - Servicefahrzeuge: bei der Rallye dabei, nicht im Rennen.
5 - Verteilung = Anhalten.
6 - Abgestellte Fahrzeuge dürfen niemanden behindern.
7 - Nicht ausgewiesene Gefahren melden.
8 - Fahren im Biwak: im Schritttempo.

Die Geschwindigkeit der Servicefahrzeuge ist auf 90 km/h bei den Trucks und 110 km/h bei den Autos begrenzt. Die Organisatoren behalten sich die Möglichkeit vor, die Höchstgeschwindigkeiten auf einigen als gefährlich eingestuften Etappen oder Etappenabschnitten zu senken.

Die Höchstgeschwindigkeit in den Dörfern bleibt bei 50 km/h, aber je nach Gefährlichkeit bei der Durchfahrt kann sie für alle Fahrzeuge auf 30 km/h gesenkt werden.

Die Geschwindigkeitskontrollen, die sowohl für die Service- als auch die Rennfahrzeuge gelten, werden 2008 noch zahlreicher sein. Diese Regeln gelten auch für die Fahrzeuge der Presse und Organisatoren.

Wie bereits 2006 werden die Teams an den Durchfahrtskontrollen durch medizinisches Personal ergänzt. Die Anwesenheit von Ärzten an den Durchfahrtskontrollen wird es ermöglichen, sich ein Bild von der Fitness der Teilnehmer zu machen und somit manchen Vorfall zu vermeiden.

Umfangreiche Versorgung: 50 Personen, 1 vollständig ausgerüstetes Krankenhaus (Radiologie, OP, etc.), 3 eigens abgestellte Helikopter, 14 ausgerüstete Fahrzeuge und 1 Suchflugzeug.

Untersuchungen: Gemäß dem neuen von der FIM verabschiedeten Reglement werden bei der Anmeldung der Motorradfahrer medizinische Untersuchungen verlangt, die von Sportmedizinern durchgeführt werden. Eine Belastungsuntersuchung und ein EKG sind seither erforderlich, um ein gültiges Gesundheitszeugnis zu erhalten.