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Die Rallye

Mehr Wissenswertes

Ausgabe 2008

Humanitäre Hilfe

Die Dakar: Hintergrundinformationen und Glossar

Die Rallye Dakar ist eine Langstrecken- und Navigationsprüfung, die seit 1979 alljährlich im Januar ausgetragen wird, größtenteils auf dem afrikanischen Kontinent. An dem Rallye Raid schlechthin nehmen sowohl Profis als auch Amateure teil, die sich in vier verschiedenen Kategorien anmelden können: Autos; Motorräder, Quads und Trucks.

Etappe = Strecke, die zwischen zwei Städten zurückzulegen ist. Sie umfasst eine Sonderprüfung sowie je nach Tag ein oder zwei Überführungen.

Sonderprüfung = Man nennt diesen Abschnitt auch Wertungsprüfung. Es handelt sich um den Teil der Etappe, der entweder auf der Piste oder off-road ausgetragen wird und auf dem die Teilnehmer zwischen zwei Zeitkontrollen gegen die Uhr fahren. Das Klassement wird ausschließlich anhand der auf diesem Teilstück gemessenen Zeit ermittelt.

Überführung = Verbindungsstrecke, in der Regel eine öffentliche Straße, die zurückgelegt werden muss, um den Ausgangspunkt der Sonderprüfung und das Biwak am Etappenziel zu erreichen. Auf diesem Abschnitt wird die Zeit nicht gestoppt, die Teilnehmer müssen ihn aber innerhalb einer bestimmten Zeit zurücklegen.

Biwak = Treffpunkt für die Teilnehmer im Rennen oder Service, der Organisation und der Presse… Es liegt immer an einem Flughafen.

Navigation = Im Gegensatz zu einer WRC-Rallye, wo die Strecke mit Pfeilen markiert ist, müssen sich die Teilnehmer beim Rallye Raid selbst orientieren, um die verschiedenen Durchgangs- und Zeitkontrollen zu finden. Sie haben dazu ein Road Book, das ihnen bei Ankunft am Vorabend im Biwak ausgehändigt wird.

Road Book = Dokument, das Richtungsangaben, den zu befolgenden Kurs, Gefahren und Distanzen enthält. Der Teilnehmer kann über seinen Tripmaster auf das Road Book zugreifen.

GPS = Auf die Funktion eines Kompasses reduziert, kann das GPS (bei Inkaufnahme von Zeitstrafen) „entsperrt“ werden, d.h. es kann zusätzliche Weginformationen anzeigen, falls ein Teilnehmer vom Kurs abkommt. Es dient auch als „Spion“, um die Geschwindigkeiten der Teilnehmer nach jeder Etappe zu kontrollieren.

Iritrack = Satellitengestütztes Datenübertragungssystem, obligatorische Ausstattung aller Fahrzeuge. Es ermöglicht dem Teilnehmer, bei Gefahr mit dem Streckenposten zu kommunizieren und der Organisation, in Echtzeit die genaue Position der Teilnehmer zu ermitteln.

Durchgangskontrolle = Obligatorische Durchgangspunkte entlang der Strecke einer Sonderprüfung. Die Teilnehmer müssen hier ihr Kontrollheft abstempeln lassen.

Zeitkontrolle (CH) = Sie ist am Start und Zielpunkt der Verbindungsstrecken und Wertungsprüfungen aufgebaut.

Wertungen

Scratch = Wertung aufgrund der unbereinigten Zeit, die jeder Teilnehmer bei der Sonderprüfung erzielt hat.

Etappenklassement = Wertung, die nach Berechnung möglicher, von den Sportkommissaren in Anwendung des Reglements beschlossenen Zeitstrafen erstellt wird.

Gesamtklassement = Wertung, die man durch Addition der Zeiten aller Etappen erhält.

Starts = Jeden Tag gehen zunächst die Motorräder, dann die Autos und schließlich die Trucks in der Reihenfolge, die sich durch das unbereinigte Klassement der Sonderprüfung (Scratch) des Vortags ergibt, auf die Strecke. Es gibt einige Ausnahmen von der allgemeinen Regel:

  • Erste portugiesische Etappe = Die Motorräder starten in umgekehrter Reihenfolge der Rennnummern.
  • Letzte Etappe = Die Motorräder starten in umgekehrter Reihenfolge der Gesamtwertung.
  • Die Trucks = Sie mischen sich ab der ersten mauretanischen Etappe unter die Autos.