Etappe 7 - Freitag 8. Januar 2010 | Iquique > Antofagasta
- Verbindung 37 km
- Spezial 600 km
- Verbindung 4 km
Interviews
Marc Coma: "Ich habe meine Reifen geschont."
Ein verdammt langer Tag. Eine unglaublich lange Etappe. Aber es ist geschafft. Wir haben den Ruhetag erreicht. Wir können uns um das Motorrad kümmern. Und uns etwas ausruhen. Die Hälfte der Rallye liegt hinter uns. Heute mussten wir auf die Höchstgeschwindigkeit achten, um die Reifen zu schonen. Das war sehr hart, vor allem in den Dünen, wo ich ein wenig auf Abwege geraten bin.
David Frétigné: "Ich bin zufrieden, im Ziel zu sein."
Für mich ist es heute gut gelaufen. Es gab einige Änderungen im Klassement. Ich habe zuerst angehalten, um Helder Rodrigues Werkzeuge zu geben, der in einem Off-Road-Abschnitt gestürzt war und seinen Gasgriff beschädigt hatte. Danach habe ich angehalten, um „Chaleco“ zu helfen, dessen Kette sich im Ritzel verhakt hatte. Diese Sonderprüfung war körperlich anspruchsvoll und für Mensch und Maschine fordernd, zum Beispiel mit den Off-Road-Abschnitten mit grobem Gestein, wo ich führte. Es gab auch einen langen Dünenabschnitt von über 50 km. Es war also wirklich alles vertreten. Ich bin sehr zufrieden, dass ich es hier bis ins Ziel geschafft habe.
Cyril Despres: "Hart an der Grenze"
600 Kilometer, 7 Stunden 30 Zeitmessung. Ich bin müde, weil es mich außerdem bei km 150 voll erwischt und die Hydraulik des Stoßdämpfers zerlegt hat. Seit km 150 bin ich also auf einer Feder gefahren. Ich habe jede Menge Stöße in den Armen, den Handgelenken, im Nacken abgefangen. Die Etappe an sich war schon nicht leicht, aber das war hart an der Grenze. Der Abstand auf Marc war gering. Am Ende wusste ich, dass ich auf meine Reifen zählen kann. Ich bin aufs Ganze gegangen und das hat anscheinend gepasst. Der Ruhetag ist sehr willkommen. Mein Motorrad hat nicht gelitten, trotz der fehlenden Hydraulik. Wir müssen jetzt die Schrauben nachsehen, aber das Motorrad hat mich bis ins Ziel gebracht. Das ist gut.
Alejandro Patronelli: "Der Weg ist frei."
Mein Bruder Marcos und ich hatten beschlossen, das Rennen gemeinsam zu fahren. Alles lief fast perfekt. Wir hatten wenige kleine Probleme. Ich hatte 200 km vor dem Ziel eine Reifenpanne und bin so weitergefahren. Mein Bruder hatte ebenfalls eine Reifenpanne und musste sein linkes Hinterrad 50 km vor dem Ziel der Sonderprüfung mit Eisendraht festbinden. Wir wussten, dass der heutige Tag zählt. Bei der ersten Zeitmessung sahen wir, dass keiner an uns herankam. Bei der zweiten auch nicht. Wir sind also allein weitergefahren. Und das hat sich ausgezahlt. Ich war vorher Vierter in der Gesamtwertung und jetzt bin ich Zweiter. Unsere Rivalen sind weit abgeschlagen. Der Weg ist frei bis nach Buenos Aires, aber jetzt gilt es, ruhig zu bleiben. Die Strecke der heutigen Etappe war beeindruckend. Sie bot wirklich alle nur denkbaren Geländetypen.
Stéphane Peterhansel: "Wir haben einen kleinen Navigationsfehler gemacht."
Wir haben nicht viele Autos gesehen. Wir sind vorneweg gefahren und vor den anderen ins Ziel gekommen. Wir waren wirklich allein unterwegs. Wir haben versucht, ein relativ scharfes Tempo zu halten. Das ist aber nicht leicht, wenn keine Verfolger in Sicht sind und man niemand jagen kann. Wir haben einen kleinen Navigationsfehler gemacht, der uns ein oder zwei Minuten gekostet hat. Das hat uns wohl heute um den Etappensieg gebracht.
Nasser Al-Attiyah: "Ich habe meine Chance genutzt."
Ich bin zufrieden, denn es war eine sehr lange und schwierige Etappe. Man musste viel navigieren. Nach 150 km lagen wir hinter Carlos (Sainz) und das war hart für uns. Als wir auf den zweiten Teil der Sonderprüfung gingen, habe ich versucht, ein wenig Druck zu machen und habe meine Chance genutzt. Ich habe ihn eingeholt. Das ist gut, weil ich gestern Zeit verloren habe. Es versteht sich von selbst, dass ich über diesen Sieg bei der längsten Etappe der Dakar 2010 sehr zufrieden bin. Das heißt, dass wir gute Arbeit geleistet haben. Vor allem, da ich von der vierten Position aus gestartet bin und das ist nie leicht. Mein Ziel ist anzugreifen. Morgen ruhen wir uns aus, die 8. Etappe wird schwierig. Ich werde auf jeden Fall jeden Tag mein Bestes geben.
Guerlain Chicherit: "Wir sind im Ziel."
Es ist super gelaufen. Wir sind ein gutes Tempo gefahren. Ich bin mit dem Ziel gestartet, anzugreifen. Ich wollte eine gute Zeit fahren. Es ist nicht unbedingt so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir hatten zwei Reifenpannen. Danach hingen wir in der Staubwolke von Giniel (De Villiers) und hatten Mühe, an ihn heranzukommen, um ihn zu überholen. Wir sind sicher fast 100 km hinter ihm gefahren. Davon abgesehen, lief alles gut. Wir sind im Ziel. Wir haben uns in der Gesamtwertung verbessert. Heute waren große Navigationsentscheidungen zu treffen. Jetzt schaue ich zunehmend auf die Gesamtwertung. Ich versuche, gut zu fahren, um Plätze wettzumachen. Im Moment sieht es nicht schlecht aus, wir sind nicht weit davon entfernt.
Vladimir Chagin: "Ich bin ruhig gefahren."
Die wichtigste Aufgabe heute war, keine Zeit einzubüßen. Ich bin ruhig gefahren. Es gab keinen Grund anzugreifen. Die Strecke bot vor allem viele Steine, auch Fesh-Fesh, man konnte nicht aggressiv fahren. Die heutige Etappe war lang, aber nicht zu vergleichen mit den langen Etappen der 90er Jahre, wo selbst die Führenden erst spät abends nach 10-12 Stunden in ihren Fahrzeugen im Ziel ankamen. Der erste Teil dieser Rallye hatte große Ähnlichkeit mit dem Rennen in Afrika. Die Veränderungen im Vergleich zum letzten Jahr sind sehr positiv.
Marc Coma (Esp - 1 - KTM) [versión española]
Marc Coma (Esp - 1 - KTM) [versión catalan]
Cyril Despres (Fra - 2 - KTM) [version française]
Cyril Despres (Fra - 2 - KTM) [version française]
Ruben Faria (Prt - 19 - KTM) [versão portuguesa]
David Fretigne (Fra - 12 - YAMAHA) [version française]
Pal Anders Ullevalseter (Nor - 4 - KTM) [english version]
Marcos Patronelli (Arg - 251 - YAMAHA) [versión española]
Alejandro Patronelli (Arg - 277 - YAMAHA) [versión española]
Nasser Al Attiyah (Qat - 306 - VOLKSWAGEN) [english version]
Guerlain Chicherit (Fra - 307 - BMW) [version française]
Giniel Devilliers (Zaf - 300 - VOLKSWAGEN) [english version]
Mark Miller (USA - 305 - VOLKSWAGEN) [english version]
Carlos Sainz (Esp - 303 - Volkswagen) [versión española]
Carlos Sainz (Esp - 303 - Volkswagen) [version française]
Stéphane Peterhansel (Fra - 301 - BMW) [version française]


