Teilnehmerfeld 2012: Großes Stelldic
Die Dakar verzeichnet in diesem Jahr eine Zunahme bei den Anmeldungen, deren Zahl jedoch beschränkt wurde, um im Rennen die Sicherheit nicht zu gefährden und für eine optimale Atmosphäre zu sorgen. Die grundlegenden Trends …
Solange Vorrat reicht …
Seit Beginn der Anmeldefrist Mitte Mai gingen die Meldungen für die Dakar 2012 zuhauf ein. Bereits wenige Wochen später gaben die Veranstalter das Ende der Bewerbungsfrist für die Motorräder und Quads bekannt und waren gezwungen, eine Auswahl vorzunehmen, um die Anzahl der Teilnehmer auf maximal 218 Fahrer zu begrenzen. Im Oktober wiederholte sich die gleiche Situation bei den Autos und LKWs: Der Zähler blieb bei 171 bzw. 76 Fahrzeugen stehen. Insgesamt werden ab dem 29. Dezember 465 Fahrer und Besatzungen zu den technischen und administrativen Abnahmen in Mar del Plata erwartet.
Planet Dakar
Die Entwicklung der Dakar über die letzten sechs Jahre zeigt eine gewisse Internalisierung im Starterfeld. Durch den Umzug nach Südamerika eröffnet sich automatisch ein ganz neues Feld an einheimischen Fahrern für die Rallye, die diese in ihren Bann schlägt. Auch wenn die argentinischen, chilenischen und peruanischen Fahrer zahlenmäßig am stärksten vertreten sind, vervollständigen zehn brasilianische Fahrzeuge, aber auch Teams aus Bolivien, Ecuador und Venezuela das Bild der südamerikanischen Landkarte, die fast vollständig vertreten ist.
Obwohl sie sich geographisch weiter von ihren Wurzeln entfernt hat, lockt die Dakar auch viele europäische Piloten an. Der Wert ihrer Präsenz steigt gleichzeitig absolut und relativ betrachtet.
Neueinsteiger, Rückkehrer …
Der große Anteil an Neueinsteigern bei der Rallye könnte auch den Wettbewerb an der Spitze merklich verschärfen, da die besten unter ihnen häufig Auszeichnungen auf höchstem Niveau für sich verbuchen können.
Bei den Motorrädern könnte dieses Schicksal Felipe Zanol beschieden sein, dem Schrecken der brasilianischen Pisten, oder auch Johnny Aubert, zweifacher Enduro-Weltmeister, oder Matt Lagrive, dreifacher Gewinner des Bol d’Or. Es wird auch interessant zu sehen sein, ob der Pole Adam Malysz, mehrfacher Olympiasieger im Skisprung, genauso behände über die Dünen wie über die Schanzen springt. Nach mehrjähriger Abwesenheit kehren 2012 auch Johnny Campbell (Motorrad), Carlos Sousa, Carlo De Gavardo, Thierry Magnaldi (Einsitzer-Buggy) und der ehemalige Sieger in der Kategorie LKW Hans Stacey zurück und entdecken die Rallye auf neuem Kontinent wieder.
Einige Zahlen
Gesamtzahl der gemeldeten Fahrzeuge: 465 (+ 15%) Autos: 171 - Motorräder: 185 - Quad: 33 - LKW: 76
50 Nationalitäten am Start, es sind insgesamt 11 Frauen in allen Kategorien gemeldet Erstteilnahme: 30% bei den Motorrädern und Quads, 24 % bei den Autos
DAKAR 2011: 1.200 Stunden Fernsehübertragung
Bei der dritten Auflage auf dem südamerikanischen Kontinent pflegt die Dakar ihre Beziehung zu einem Publikum, das die Rallye für sich entdeckt und sie adoptiert hat und jetzt seine Treue unter Beweis stellt: Fünf Millionen Zuschauer kamen an die Strecke. Alle durchgeführten Studien zeigen die Begeisterung des Publikums und die Anziehungskraft der beiden Austragungsländer. Sie bestätigen auch das Gefühl von Enrique Meyer, argentinischer Staatssekretär für Tourismus, der schon 2009 zu dem Schluss kam, dass „die Dakar die wichtigste Werbemaßnahme für den Tourismus in Argentinien in der gesamten Geschichte des Lands war“.
Argentinien: 3,5 Millionen Zuschauer
Chile: 1,5 Millionen Zuschauer
Wirtschaftlicher Niederschlag: Direkte Wirkung, Imagesteigerung
- Einer 2010 von der argentinischen Regierung durchgeführten Studie zufolge werden die direkten positiven wirtschaftlichen Folgen (Teilnehmer, akkreditierte Medien, Zuschauer …) und indirekten Folgen (Tourismus…) auf 170 Millionen Dollar beziffert.
- In diesem Jahr bestätigt eine Bekanntheitsumfrage, die unter repräsentativen Gruppen der Bevölkerung in sieben Ländern (Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Japan, Spanien und USA) durchgeführt wurde, diese Hochrechnungen. 76% der Befragten hatten Bilder gesehen oder Informationen über die Dakar gelesen oder gehört. 65% der Befragten sagten, dass sie gern nach Argentinien und Chile reisen würden, d.h. ein Potenzial von etwa 200 Millionen Touristen.
Die Dakar im Fernsehen: 190 Länder, noch mehr Bilder
- Über 70 Sendeanstalten gingen die Bilder von der Rallye in 190 Länder, es wurde insgesamt 1.200 Stunden lang berichtet. Unter Berücksichtigung der Sendezeit der Programme und der Nachrichtenthemen, der Zielgruppen der verschiedenen Sender sowie ihrer Werbeeinnahmen kann der Gegenwert dieser Berichterstattung auf 312 Millionen Euro beziffert werden.
- 55 internationale, nationale und regionale Sender hatten ihre Teams zum Rennen geschickt, um ihre eigenen Bilder zu produzieren und das Programm zu ergänzen, das die Veranstalter tagtäglich liefern.
Dakar.com: 73,5 Millionen Seiten aufgerufen
- Für die Auflage 2011 wurde die offizielle Webseite www.dakar.com neu gestaltet. Die neue Version kam bei den Internetnutzern an, denn es wurde eine Zunahme von 55% in der Anzahl der aufgerufenen Seiten verzeichnet. Gleichzeitig verdreifachte sich die durchschnittliche Verweildauer der Besucher. In der Rubrik Video wurden während des Rennens 2,1 Millionen Clips aufgerufen.
- Neben den auf www.dakar.com angebotenen Inhalten zählt die offizielle Facebook-Seite eine Community von 220.000 Fans, während 13.000 Internetnutzer das Twitter-Konto der Dakar abonniert haben.
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