Étape 9 - Montag 12. Januar 2009 | La Serena > Copiapo
- Verbindung 88 km
- Spezial 449 km
Frauenporträts
ANTONIA DE ROISSARD
Die Teilnehmer der Dakar sind eher daran gewöhnt, sie im Beifahrersitz eines Autos zu sehen, aber diesmal verfolgt Antonia de Roissard das Rennen als Teammanagerin. „Ich hätte mit Ellen Lohr fahren sollen, aber in letzter Minute sprang ein Sponsor ab“, erzählt Antonia. Sie schlug mir vor, als Teammanagerin zu kommen, und hier bin ich – als „Mutter der Nation“, die 16 Männer kommandiert: 2 Autors und 1 LKW im Rennen, 1 Begleitlastwagen und 2 Pressefahrzeuge.“
Die Tochter von Henry de Roissard hat den Rennsport mit der Muttermilch aufgesogen. „Mein Vater fuhr Langstrecken-Geländerennen und Rallye-Raids“, erzählt sie. Mit 15 Jahren wollte ich Fahrerin werden und fuhr Kartrennen, aber ich habe schnell begriffen, dass es besser ist, eine gute Co-Pilotin als eine mittelmäßige Pilotin zu sein. Ich habe Journalismus studiert und anschließend fünf Jahre in London gearbeitet. 1999 nahm mein Vater mich mit zur Rallye Dubai und da wurde mir klar, dass es das war, was ich liebte, meine Welt, meine Großfamilie, da mich einige schon seit meinem 12. Lebensjahr kennen. Ich hatte dann das Glück, René Metge zu treffen, mit dem ich seit acht Jahren arbeite.“
Antonia fuhr einige Rennen mit ihrem Vater, bevor sie neben Stéphane Henrard im Beifahrersitz Platz nahm. „Ich habe an einige Türen geklopft, bevor ein Belgier, der schlauer war als die anderen (Henrard) kapierte, dass er mit mir im Sitz angesichts meiner Größe 30 Kilo gewinnt… Mit Stéphane habe ich ein zwar kurzes, aber schönes Stück meines Wegs zurückgelegt und wir haben zusammen die Pharaonen-Rallye gewonnen. Danach bin ich mit Ellen gefahren.“
Bei der Dakar navigiert Antonia wie ein Fisch im Wasser. „Ich lade hier meine Batterien wieder auf, auch wenn es keine Ferien sind. Ich fahre im Auto, aber ich bin nicht allzu frustriert, da ich die Rallye Por Las Pampas 2005 mit meinem Vater gefahren bin und daher weiß, wie schön die Pisten sind … und ich liebe diese beiden Länder!“
