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    Étape 8 - Sonntag 11. Januar 2009 | Valparaiso > La Serena

    • Verbindung 245 km
    • Spezial 294 km
    • Verbindung 113 km

    Echos

    Die chilenische Präsidentin bei der Dakar

    Michelle Bachelet, die Präsidentin der chilenischen Republik, hat den Ruhetag in Valparaiso genutzt, um das Biwak der Dakar zu besuchen, in dem sie lange Zeit umhergegangen ist, um viele Teilnehmer zu begrüßen. Sie zeigte sich sehr beeindruckt vom Umfang der allgemeinen Struktur, die erforderlich ist, um diesen Wettbewerb auszutragen. Dabei hob sie auch die Verdienste der Teilnehmer hervor: „Die körperlichen und mentalen Mühen, die man bei diesem Rennen auf sich nehmen muss, sind gewaltig“ meinte sie dazu. Zum Ende ihres Besuchs hat sie eine Pressekonferenz in Begleitung des Direktors der Rallye, Etienne Lavigne, gegeben. Die Präsidentin der Republik hat der Freude ihres Landes Ausdruck verliehen, diesen Wettbewerb hier begrüßen zu können. Sie hat zudem Pascal Terry gedacht, der beim Rennen ums Leben gekommen ist. Nach einer Unterbrechung durch den gerührten Applaus der Zuhörerschaft fand sie diese Worte: „Ich wollte Sie bitten, eine Schweigeminute einzulegen, aber ihr Applaus ist die beste Ehrung.“ Dann gesellten sich die Spitzenpiloten der Rallye zum Fototermin mit ihr und der Rallyeleitung hinzu.

    Die Missgeschicke von Henno

    Hier haben wir einen, der seinen Ruhetag in Valparaiso wohlverdient hat. Henno Van Bergeik, der die Dakar bereits im Jahre 2006 auf einer Yamaha 500 XT Serienmaschine bestritten hatte (93. und Letzter bei der Ankunft in Dakar), ist nicht die Art von Fahrer, der vor Schwierigkeiten zurückschreckt. Auf die Verkettung von Missgeschicken, die sich für ihn bei der Etappe Mendoza-Valparaiso ergeben haben, hätte er aber wohl gerne verzichtet. „Bei km 120 haben die Probleme begonnen, als ich mit etwa 50 km/h in einen großen Strauch gefahren bin. Beim Aufprall hat sich der Kühler völlig verbogen und die Leitungen wurden durchtrennt. Ich habe drei Stunden gebraucht, um ihn entlang der Strecke zu reparieren. Als ich wieder losgefahren bin, habe ich bemerkt, dass der Kühler durchbohrt war. Da habe ich Argentinier entlang der Strecke ständig um Wasser bitten müssen. Danach habe ich das Loch mit einer Paste gestopft, die ich mit Eiweiß von einem Bauernhof aufgepeppelt habe. Und dann war ich derart müde, dass ich mich immer wieder verfahren habe und ins Fesh-Fesh gefallen bin. Letztlich habe ich dieses Motorrad genommen, um weniger Probleme zu haben, und mir fällt auf, dass Fesh-Fesh immer noch so schwierig ist.“

    Die schrecklichen Zwillinge…

    Schwer sie auseinander zu halten, wenn der eine oder andere aus dem Bowler Nemesis steigt, vor allem wenn ihre Gesichter auch noch staubbedeckt sind. Tim und Tom Coronel sind die « terrible twins » (schrecklichen Zwillinge) der Rallye. Der eine, Tim, nimmt an seiner 2. Dakar teil ; der andere, Tom, entdeckt die Rallye, bringt aber eine solide Erfahrung von der Rennstrecke mit. Die beiden durchleben ein – gelinde gesagt - turbulentes Rennen. Zunächst weil sie schon die schlimmsten Missgeschicke meistern mussten : „Ich habe so viel Staub geschluckt, dass ich gleich nach meiner Rückkehr einen Arzt aufsuchen muss…“ schmunzelt Tom. Und dann, weil es „nicht notgedrungen einfach ist, mit seinem Bruder zu arbeiten“, erläutert Tim. Beim Start in Buenos Aires war beschlossen worden, dass die beiden sich abwechselnd hinters Steuer setzen würden, die Dinge sind aber etwas komplizierter geworden. „Tim, der mehr Erfahrung hat, ist zunächst gefahren, und am dritten Tag bin ich gefahren und habe alles kaputt gemacht. Da haben wir uns erst einmal kräftig angeschnauzt, und dann ist er wieder gefahren“ sagt Tom lachend. Seitdem übernimmt Tim die Dünenpassagen und Tom die schnelleren Pisten. Dieser zögert auch nicht, das Auto schon einmal zu stoppen, um ein paar Fotos zu knipsen. „Das sind die teuersten Ferien meines Lebens“ lautet Toms Fazit in schallendem Gelächter.

    „Ein Dach für mein Land“

    Die Stiftung „Un techo para mi pais“, die 1997 vom Jesuitenpater Felipe Berrios ins Leben gerufen wurde, war der Ehrengast am Ruhetag. Etienne Lavigne hat – im Namen der Dakar – einen Scheck über 112.000 Dollar an Maria Jesus Jaqueih überreicht. Die Regionalleiterin der Stiftung für die 5. Region hat den Unterbringungsbedarf unter den schwachen Bevölkerungsgruppen in Erinnerung gerufen sowie den gewählten Ansatz, um eine schnelle und gezielte Lösung anbieten zu können: „Es handelt sich um ein Haus aus Kiefernholz von 18 Quadratmetern, das auf 80 Zentimeter hohen Holzpfählen errichtet wird. Der Aufbau nimmt zwei Tage in Anspruch.“ Im Rahmen dieser Dakar-Stiftung werden 40 Häuser dieser Art in Chile errichtet und 40 weitere in Argentinien.“ Die Stiftung „Un techo para mi pais“ ist ebenfalls in El Salvador und in Peru tätig.