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    Étape 6 - Donnerstag 8. Januar 2009 | San Rafael > Mendoza

    • Verbindung  76 km
    • Spezial 395 km
    • Verbindung 154 km

    Echos

    Die Härteste unter den Harten

    Annie Seel ist harte Schläge gewöhnt. Die schwedische Motorradfahrerin fuhr zum Beispiel die Dakar 2002 bis zum Ende, obwohl sie sich am vierten Renntag die Hand brach. Sie wird sich jedoch ihr Leben lang an die Etappe von Neuquen nach San Rafael erinnern, die gegen Kilometer 350 der Sonderprüfung für sie zum Albtraum wurde. „Ich habe einen 1A-Sturz hingelegt, der den Rest des Tags für mich zur Hölle machte. Mein Helm ging zu Bruch, ich blutete aus Nase und Mund, und vor allem war mein Motorrad in einem desolaten Zustand. Das Bremskabel war im Vorderrad blockiert; das Schutzblech war total zerstört, also habe ich es entfernt; der Lenker war total verzogen. Als ich in den Dünenabschnitt gekommen bin, konnte ich mein Motorrad nicht mehr richtig steuern, weil ich zu klein bin, also habe ich den Sitz abgenommen und dort liegenlassen. Ich glaube, ich bin ungefähr hundert Mal gestürzt.“ Das ist der Moment, wo Regen und Hagel anfingen, auf die Sonderprüfung niederzuprasseln. Diese kleine Frau mit ihren 1,58m hatte sich nicht vorstellen können, dass es noch schlimmer kommen würde: „Als ich das sah, dachte ich mir: immer ein Problem nach dem anderen. Und ich erinnerte mich an die Dakar 2002 und fragte mich, wie ich es geschafft habe, sie zu beenden. Es hat mir geholfen, mir zu sagen: ‚Wenn du es da geschafft hast, bringst du das heute auch hinter dich.’ Was mich wundert ist, dass ich erstmals bei der Dakar einen Ersatzhelm mitgenommen habe.“

    Nr. 13 für die USA

    Mit seinem Sieg in San Rafael hat Jonah Street den USA den 13. Sieg in einer Sonderprüfung auf zwei Reifen geschenkt. Er ist somit der fünfte amerikanische Etappensieger in der Kategorie Motorrad. Den Reigen der Siege eröffnete 1985 ein gewisser Chuck Stearns, der sechs Sonderprüfungen abräumte und seine einzige Dakar als Sechster des Gesamtklassements beendete. Die nächsten Siege stellten sich in den 90er Jahren ein mit dem illustren Danny Laporte, der drei Sonderprüfungen holte (1992, 1995 und 1997) und dabei selbst dem großen Peterhansel auf dem Weg zum Kap gefährlich wurde. Als weiterer Vertreter des Rallye-Raid amerikanischer Art verbuchte Jimmy Lewis 2000 zwei Sonderprüfungssiege und schaffte sechs Jahre später sogar den Sprung aufs Siegerpodest. Ihm folgte Kellon Walch, der sich in der Sonderprüfung am Lac Rose 2005 durchsetzte.

    1978: ein guter Jahrgang

    Unter den 837 Startern, die zur Dakar 2009 gemeldet sind, wurden zehn im gleichen Jahr geboren wie die Rallye: 1978. Bisher haben nur zwei von ihnen das Rennen aufgeben müssen: Der chinesische Motorradfahrer Ganghui Wie und der russische Copilot Kirill Shubin, der mit Pavel Loginov fuhr. Unter denen, die noch im Rennen sind, fällt in dieser besonderen Kategorie bei den Motorradfahrern der Uruguayer Lazard mit dem 22. in der Gesamtwertung nach der Etappe von Neuquen ins Auge. Bei den Autos ist es Guerlain Chicherit, der unter den Neudreißigjährigen die Nase vorn hat, aber mit seinem 55. Platz in Neuquen sitzt dem Savoyer von X-Raid der Spanier Juan Miguel Fidel Medero im Nacken, der einen Toyota steuert!