Étape 4 - Dienstag 6. Januar 2009 | Jacobacci > Neuquen
- Verbindung 4 km
- Spezial 459 km
- Verbindung 25 km
Interviews
Marc Coma (Esp – 2 – KTM) - 002

«Das war eine schöne Etappe mit etwas mehr Steuerungsgeschick anfangs und dann etwas mehr Orientierung im Anschluss. Die Landschaft hat sich verändert und erfordert mehr technisches Können. Aber auch mehr Körperkraft ist gefragt, da man allmählich die ersten Anstrengungen in den Knochen hat. Heute war es zwar kürzer, aber wirklich härter als an den anderen Tagen. Das hat mich ein wenig an Marokko mit den temporeichen Pisten erinnert. Mit den Reifen hatte ich keine Probleme. Weil die Strecke heute weniger lang war, haben wir die Schaumeinlage Bib Mousse gewählt. In der Hinsicht hat alles reibungslos geklappt. Die Besonderheit am heutigen Tag war, dass ich vier oder fünf Gatter öffnen musste. Das sind die Zugänge für den Viehwechsel von einer Koppel zu einer anderen. Bei der Patagonia - Atacama ist es Tradition, die Gatter hinter sich wieder zu schließen, damit niemand einen Vorteil hat. Hier habe ich sie aber offen gelassen… vor allem weil Viladoms hinter mir unterwegs war!»
Jonah Street (Usa – 26 – KTM) - 026
Es war ein angenehmer Tag. Bis zur Versorgungsstelle hatte ich viel Spaß am Fahren auf diesen kurvenreichen Pisten. Es war auch angenehm, die Maschine einfach laufen lassen zu können, ohne ständig den Reifenverschleiß im Hinterkopf zu haben. Denn auf den ersten beiden Etappen war ich manchmal gezwungen, den Fuß vom Gas zu nehmen. Auch der letzte Abschnitt hat mir gut gefallen, denn ich wusste, dass es von der Piste abgehen würde. Wenn man ohne die Spur der anderen fährt, ist es noch besser.
David Frétigné (Fra – 12 – Yamaha) - 012

«Es war wunderschön. Zum Abschluss gab es eine etwas schnellere Schotterpiste, mit einer ganz netten Rio-Passage und vielen anfeuernden Zuschauern. Wirklich eine schöne, facettenreiche Wertungsprüfung. Ich hatte noch nie soviel Spaß bei der Rallye. Auch die Anordnung der Wertungsprüfungen spielt diesbezüglich eine Rolle. Sie sind technisch anspruchsvoll, interessant und erfordern volle Konzentration. Was will man mehr, wenn man als Pilot unterwegs ist.»
Carlos Sainz (Esp – 301 – Volkswagen) - 301

«Wir haben sehr stark begonnen und ein forsches Tempo angeschlagen. Es ist uns gelungen, zu Nasser Al Attiyah aufzuschließen. Als er uns bemerkt hat, hat er erneut attackiert. Und wir sind beide ein sehr hohes Tempo gegangen, bis dass ich ihn auf einem Stück abseits der Piste schließlich überholen konnte. Doch just nach dem Überholmanöver fing einer meiner Reifen an, Luft zu verlieren. Ich musste anhalten, um Luft nachzufüllen, denn es war keine vollständige Reifenpanne, sondern ein schleichender Plattfuß. Bis zum Ende der Wertungsprüfung habe ich regelmäßig an Reifendruck verloren. Ich glaube, dass ich es mit einem halben Kilo Druck ins Ziel geschafft habe, trotzdem gewinne ich mit 5 oder 6 Sekunden Vorsprung. Schade, es hätte noch besser für mich laufen können.»
Nasser Al Attiyah (Qat – 302 – BMW) - 302

Ich glaube, dass Carlos Sainz mich kurz vor Kilometer 100 überholt hat. Danach bin ich ihm gefolgt, und wir sind gemeinsam bis ins Ziel gefahren. Es ist kein Problem für mich, dass er die Etappe gewinnt. Im Gegenteil, das kommt mir sogar entgegen, da er morgen vor mir ins Rennen geht, und weil es auf der morgigen Etappe Dünen geben sollte. Ich habe das Auto heute ein wenig beschädigt, denn es gab viele Bäume, und gleichzeitig viele auszuführende Lenkmanöver, um die Motorradpiloten zu überholen. Deshalb haben wir mehrfach Bäume berührt, allerdings ist das nicht weiter schlimm. Diese Dakar verläuft sehr gut, und wir sind präsent!
Giniel de Villiers (Zaf – 305 – BMW) - 305
«Die Etappe ist gar nicht mal so schlecht für uns gelaufen. Ich habe Dieter Depping eingeholt, dem eine Reifenpanne widerfahren ist. Dann habe ich Carlos Sainz und Nasser Al Attiyah gesehen. Ich lag zwei Minuten hinter ihnen. Die Strecke war sehr wellig, ja sogar hügelig. Es war schwer, noch mal durchzustarten und zu attackieren, um wieder heranzukommen. Bei zwei Minuten Rückstand ist es nicht so leicht, Zeit gut zu machen. Die Etappen werden immer schwieriger. Das ist wirklich die Dakar.»
Gerard De Rooy (Ndl – 505 – Ginaf) - 505
«Chagin ist kurz stehen geblieben und ich konnte ihn überholen. Etwa 50 Kilometer vor dem Ende der Wertungsprüfung ist er zwar wieder an mir vorbeigezogen, doch ich konnte in seiner Spur bleiben. Heute hat er wirklich alles gegeben, um vor mir zu landen. Er hatte eine Reifenpanne, ich auch. Ich habe meinen Lastwagen gepusht, er auch. Wir haben beide alles herausgeholt. Ansonsten war es eine sehr schöne Etappe, eine ungemein harte Wertungsprüfung. Auf jeden Fall weitaus besser als die drei Vorgänger.»
Jordi Viladoms (Esp - 9 - KTM)
David Fretigne (Fra - 12 - YAMAHA)
Stéphane Peterhansel (Fra - 300 - Mitsubishi)
Carlos Sainz (Esp - 301 - Volkswagen)
Nasser Al Attiyah (Qat - 302 - BMW)
Luc Alphand (Fra - 303 - MITSUBISHI)
Giniel Devilliers (Zaf - 305 - VOLKSWAGEN)
Robby Gordon (USA - 309 - HUMMER)
Orlando Terranova (Arg - 315 - BMW)
