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    Étape 14 - Sonnabend 17. Januar 2009 | Cordoba > Buenos Aires

    • Verbindung 224 km
    • Spezial 227 km
    • Verbindung 341 km

    Echos

    Die Henri Magne-Trophäe für Eric Augé

    Eric Augé nimmt erstmals am Renngeschehen der Dakar teil. Mit seiner Position in der Wertung nach der 13. Etappe wird er – als Co-Pilot im Fahrzeug 392 – gewiss keine Schlagzeilen in den Sportzeitungen machen. Dennoch hat er sich einer großen Herausforderung gestellt, als er sich bei der Rallye mit Isidre Esteve gemeldet hat, dem ehemaligen Motorradfahrer, der beschlossen hat, zum Auto umzuschwenken, nachdem er unfallbedingt seine Beine nicht mehr bewegen kann. Der vormalige Mechaniker vom Team KTM war einverstanden, das Projekt zu betreuen und hat natürlich in schwierigen Augenblicken außerordentliche Mühen auf sich nehmen müssen: „Die erste Woche war ein Albtraum, wir sind mehrere Nächte nacheinander um 4.00 Uhr in der Früh angekommen, da wir in Fesh-Fesh und Sand viel Zeit verloren haben,“ erzählt Eric Augé. „Aber es gab auch vielfach ein Lächeln!“ Und genau diese Einstellung wird mit der Trophäe Henri Magne belohnt, benannt nach dem ehemaligen Beifahrer von Nani Roma, der vor zwei Jahre ums Leben gekommen ist. Und als kleines Augenzwickern beim Blick zurück wurde der Katalane und Mitstifter dieses Preises genau nach seinem besten Tagesergebnis bei der Rallye eingeladen, die Trophäe zu überreichen: „Ich bin mir sicher, dass Henri Magne uns von irgendwo aus zusieht und dass er heute Abend gerne bei uns dabei sein würde“, sagte Roma mit einiger Emotion und erinnerte sich auch daran, dass „Henri sich vor einigen Jahren schon einmal vorgestellt hatte, dass die Dakar nach Südamerika gehen könnte“.

    Cordoba, das Publikum steht voll auf die Dakar

    Copyright A.S.O. / Amaury Sport Organisation

    Hector, 61 Jahre, ist Elektriker. Das hätte er sich nicht entgehen lassen. „Es ist wunderwar!“ sagt er, auf einem Felsen sitzend und bei jeder Vorbeifahrt eines Wettbewerbers von Staub überdeckt. „Ich bin vor allem hergekommen, um mir die Autos und Lastwagen anzuschauen.“ Zu diesem Abenteuer hat er seine Frau Dora und seine Tochter Romina, 20 Jahre, mitgebracht. „Wir sind gestern um 23.00 Uhr in Cordoba losgefahren. Wir haben im Auto geschlafen und ein bisschen unter freiem Himmel. Und wir bleiben bis zum Ende hier.“ „Ich hätte Sainz gerne vorbeifahren sehen“ sagt der Vater, der sich statt dessen am Hummer „del americano“ und an den Lastwagen erfreut. Um auf die Anhöhe zu gelangen, die sich über die Zielankunft der Spezialetappe erhebt, sind sie ab Tagesanbruch mehrere Stunden marschiert. Genau wie Emiliano, 24 Jahre, der in der Fischzucht arbeitet, und sein Bruder Leonardo, Tierarztstudent, beide ebenfalls aus Cordobae. „Wir haben 8 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. „Wir haben eine kleine 125er, am beeindruckendsten für uns sind die Quads.“ In diesem Publikum, das begeistert das Renngeschehen verfolgt und anfeuert, sobald ein Fahrzeug vorbraust, steht auch Daniel aus Mar del Plata, ein Elektronikingenieur, der Tag für Tag seine Ferien mit einer Meditationsgruppe zurückgelassen hat, um hierher zu kommen, mit Maria Octavia, einer ehemaligen venezolanischen Diplomatin, oder auch Erika, einer 36jährigen Unternehmensleiterin, um jene vorbeifahren zu sehen, die in den Augen dieses bunt gemischten Publikums wahre „Helden“ sind.

    Klein, aber schnell

    Ohne jetzt wirklich die Morphologie der teilnehmenden Motorradfahrer durchleuchten zu wollen, ist Eric Schiano doch ganz sicher der kleinste Fahrer unter den männlichen Teilnehmern. Der Mann aus der Provence ist mit seinem 1,64 m und 58 kg dennoch weiterhin gut im Rennen und liegt am Morgen der letzten Etappe an 79. Position in der Gesamtwertung. Eine umso ehrbarere Leistung, als der Mann mit dem Spitznamen „tit fourche“ ( â€žkleine Gabel“, wie ein gewisser Cyril Neveu in seiner besten Zeit) das Abenteuer Dakar mit einer Scherco 250 cc in Angriff genommen hat. „Ich bin immer noch da und ziemlich zufrieden. Es stimmt zwar, dass ich auf den schnellen Streckenteilen im Hintertreffen bin und den Motor ziemlich hochjagen muss. Aber bei dieser Dakar hat diese kleine Maschine ihren Platz“. Der Biker hat aber auch Augenblicke voller Schwierigkeiten und Zweifel durchlebt. „Ich habe mir oft gesagt, dass ich das Ziel niemals sehen werde, aber es war wohl auch hart fĂĽr die anderen. Und ich habe an meine Familie gedacht, an meine Freunde, ans Team Croco Aventures, das am Ursprungs dieses Projekts steht“. Und zufällig steht Schiano in der Gesamtwertung gleicht hinter der kleinen Annie Seel, 1,62 m und 54 kg…