Étape 13 - Freitag 16. Januar 2009 | La Rioja > Cordoba
- Verbindung 161 km
- Spezial 545 km
- Verbindung 47 km
Frauenporträts
EVELYNE COTINET
Nicht alle kehren sonnengebräunt von der Dakar nach Hause zurück… Im Sattelanhänger mit der Aufschrift «Editing room» bearbeitet Évelyne Cotinet die Themen für 26 Minuten Sendezeit auf Eurosport und ausländischen Sendern. Die Sonne bekommt sie kaum zu Gesicht. Die mit einem Diplom in Bild- und Tontechnik ausgestattete Évelyne schneidet seit 1994 die Bilder bei der Dakar. «Damals arbeitete ich für den Sendekanal 5, der die Dakar ausstrahlte. Dieses Abenteuer hat mich sofort in seinen Bann gezogen, erklärt sie. Ich liebe einfach alles hier, die Stimmung, die Menschen, die Hartnäckigkeit der Teilnehmer, die Teamarbeit… Für mich ist es ein echtes Privileg, an einer derartigen Veranstaltung zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr teilzunehmen. In Afrika haben wir bis dato immer in einem Flugzeug gearbeitet, hier sitzen wir in einem Lkw und reisen im Nachtbus oder mit dem Flugzeug. Aufbruch vom Biwak um fünf Uhr morgens. Nach der Ankunft im Biwak der nächsten Etappe gönne ich mir vor der Arbeit eine kleine Dusche. Sobald der Lkw dann gegen 9h30 installiert ist, beginne ich mit dem Schneiden der Bilder. Ich schneide die 26’ für das internationale Programm, das von Eurosport und den ausländischen Sendern übernommen wird, und 5’ für das portugiesische Fernsehen. Das bedeutet non stop Arbeit mit einem Sandwich als Mittagessen um 16h30. Wenn mein Beitrag ausgestrahlt wird, darf ich eine Pause machen. Dann betrachte ich bis 19h die Bilder, die ich nicht gesehen habe… Immerhin habe ich den Vorteil, mein Geld nicht für Sonnenschutzcreme ausgeben zu müssen, denn wenn mein Arbeitstag zu Ende geht, ist die Sonne schon fast verschwunden! Dann muss man sein Zelt aufbauen, zu Abend essen und versuchen, ein wenig Schlaf zu finden.» Ungeachtet des Höllentempos liebt Évelyne dieses Leben wie alle Frauen auf der Dakar. «Ich liebe die Dakar, es fällt mir aber schwer zu erklären, warum. Es zieht mich magisch an. Die Tatsache, dass ich als Frau in diesem Umfeld unterwegs bin, stellt überhaupt kein Problem dar, das zählt nicht. Beim Fernsehen sind wir ein Team!»
