Étape 11 - Mittwoch 14. Januar 2009 | Copiapo > Fiambala
- Verbindung 20 km
- Spezial 215 km
- Verbindung 445 km
Frauenporträts
GÉRALDINE DESHAYES
Abitur +2 Jahre Studium + praktischer Teil: Nach Abschluss des Gymnasiums nimmt Géraldine Deshayes ein kaufmännisches Studium auf. Da sie aus St Lô stammt, wird sie bei André Dessoude vorstellig, um eine Stelle für Ihr duales Ausbildungsprogramm zu finden, die es ihr ermöglicht, ihr Studium fortzusetzen. André stellt sie ein… “Ihm fehlte Personal“, bestätigt Géraldine. „Wir unterschrieben einen Zweijahresvertrag für die Verwaltung und das Kaufmännische. Damals war das Geländeteam gerade in vollem Aufschwung und er stellte schnell fest, dass mich die sportliche Auseinandersetzung fasziniert und bat mich, mit ihm zu arbeiten. Das war im Oktober 1989… und jetzt bin ich seit zwanzig Jahren seine rechte Hand.“
Die Assistentin des Teammanagers hat viele Aufgaben: „Ich bin für die Beziehungen zu den Startern und den Offiziellen zuständig, ich kümmere mich aber auch um den logistischen Teil; kurz gesagt, wie bei vielen Berufen in der Rallyewelt muss man vielfach einsetzbar sein. Vor Ort hier bei der Dakar leite ich ein Team von 32 Leuten: 4 Rennautos, 4 Lastwagen und 3 Patrol-Begleitfahrzeuge.
Rallyes sind mein Leben, so was macht man nicht zufällig. Dann kommst du vielleicht ein Jahr lang, und wenn dir die Umstände vor Ort, die sehr hart sind, nicht passen, kommst du nicht wieder. Wenn es dir aber gefällt, kannst du es kaum abwarten, dass das neue Jahr kommt. Was mich angeht, so versuche ich immer, in der Masse aufzugehen, damit nicht so auffällt, dass ich eine Frau bin. Für uns Frauen ist es schwerer, uns in dieser Männerwelt Respekt zu verschaffen. Wir müssen noch härter arbeiten, immer Leistung zeigen; wir müssen immer noch eine Schippe drauflegen, um hundertprozentig auf der Höhe zu sein. Ich mag das Abenteuer der Dakar, die Begegnungen, die Menschen, andere Länder entdecken und das Leben in der Gemeinschaft. Aber in diesem Jahr fehlt mit Afrika, auch wenn die Menschen hier sehr herzlich und gastfreundlich sind. Mir fehlt die völlig andere Umgebung, die Kinder, die Menschen, die mich zum Lachen bringen. Die Afrikaner sind Menschen, die einem sehr ans Herz wachsen.“
