Étape 11 - Mittwoch 14. Januar 2009 | Copiapo > Fiambala
- Verbindung 20 km
- Spezial 215 km
- Verbindung 445 km
Echos
Jean-Marc Fortin hält die Fahne hoch
Die belgische Delegation hat bei der Dakar in der Kategorie Auto regelmäßig mit glänzenden Erfolgen auf sich aufmerksam gemacht, zum Beispiel mit dem Sieg von Jacky Ickx 1983 (29 gewonnene Sonderprüfungen insgesamt) und zuletzt mit hervorragenden Privatfahrern wie Grégoire De Mevius oder Stéphane Henrard. Auf ihn hatten die Belgier auch in diesem Jahr wieder alle Hoffnungen gesetzt, dass er ihr Land würdig vertreten werde. Nachdem der Pilot im Volkswagen-Buggy aufgegeben musste, ruhen nun alle Erwartungen auf Jean-Marc Fortin, dem Co-Piloten von Krzysztof Holowczyc, der einen beachtlichen siebten Rang in der Gesamtwertung belegt, der der Beständigkeit des Teams zu verdanken ist: „Wir haben uns bei allen Etappen nie schlechter als auf dem 13. Rang platziert, wobei wir bei einer Etappe aufgrund einer Panne mit einem Zylinder Zeit verloren haben. Wir sind immer vorn dran geblieben. Heute haben wir 1h30 verloren, weil wir das vordere Getriebe reparieren mussten, aber eigentlich ergänzen wir uns bei dieser Art von Reparaturen ganz gut. Auf der Strecke ist es ganz ähnlich. Ich gehe psychologisch an die Sache ran und erinnere ihn oft an Erlebnisse, die ihn bremsen, wenn sein Temperament mit ihm durchgeht.“ Denn der polnische Pilot, der früher für Subaru in der WRC fuhr, ist vor allem eine Kämpfernatur und wild entschlossen, den Rückstand von 37’ auf das Duo Tollefsen-Evans auf der vertrauten Etappe von Cordoba wettzumachen: „Er spricht schon von der berüchtigten Sonderprüfung „El Condor“, wo wir denkwürdige Waffengänge hatten.“
Watt für eine Düne!
Alle Zweifler, die sich nicht vorstellen konnten, wie hoch die Dünen in Chile tatsächlich sind, dürfte das Erlebnis von Stanley Watt ganz am Ende der Sonderprüfung überzeugt haben. „Ich war zwei Kilometer vom Ziel entfernt und dabei, diese riesige Düne zu überqueren, die man vom Biwak aus sieht“, erklärt der Brite. „Da hat es mich von der Maschine gerissen, und das Motorrad überschlug sich und rollte bis zum Fuß der Düne. Es muss gut 300m gefallen sein und ich stand ganz oben. Mir ist nichts passiert, aber das Motorrad war völlig demoliert: das GPS, das Sentinel-System, vorn, hinten, der Auspuff.“ Ein harter Schlag für den Piloten von KTM, der zu diesem Zeitpunkt auf dem 23. Rang des Gesamtklassements lag. „Das ist ärgerlich. Ich muss 25 Minuten durch die Reparaturen verloren haben, um überhaupt ins Ziel fahren zu können.“ Spät am Abend arbeiteten die Mechaniker vom Team Front Row GB noch immer am Motorrad: „Sie haben sicher noch 6 oder 8 Stunden vor sich“, lacht Mister Watt…
