Étape 1 - Sonnabend 3. Januar 2009 | Buenos Aires > Santa Rosa de la Pampa
- Verbindung 196 km
- Spezial 371 km
- Verbindung 166 km
Echos
500.000 Zuschauer !
Die Leidenschaft der Argentinier für den Motorsport ist kaum in Worte zu fassen. Im Heimatland von Fangio sind die Aficionados ganz massal zum Treffen mit der Dakar erschienen. Es wurden 80.000 zahlende Eintritte für die zwei Tage im Rallye-Dorf verbucht. Und am 2. Januar haben 500.000 Zuschauer (!) die Piloten entlang der im Zentrum der argentinischen Hauptstadt organisierten Parade begleitet. Ein absoluter Rekord für die Dakar in einer Stadt, in der die Fußballspiele von Boca Juniors – im legendären Stadion der Bombonera – gemeinhin 55.000 Zuschauer anlocken – also praktisch 10 Mal mehr !!
Sechs Stunden Live-Ăśbertragung auf Fox Sports
Der kontinentale Sportsender Fox Sports hat sich viel vorgenommen für die Übertragung der Zeremonie zur Vorstellung der Teams beim Publikum, die am Fuße des Obelisks in Buenos Aires organisiert wurde. Es wurde gleich sechs Stunden lang live übertragen, um die Dakar 2009 zu eröffnen. Rund zehn Kameraleute sind für diesen Anlass mobilisiert worden sowie Kommentatoren, Experten und Techniker. Insgesamt sind 70 Personen für Fox Sports akkreditiert worden.
Alle ĂĽberzeugt
« Wahnsinn » war der einhellige Kommentar aller Fahrer nach ihrer kurzen Ausfahrt in den Straßen der argentinischen Hauptstadt auf ihrem Weg zum Podium. Sie waren alle beeindruckt von der Menge an Aficionados, die gekommen sind, um sie anzufeuern. Alle wollten ihren Emotionen angesichts dieser massalen Begeisterung Ausdruck verleihen. „Da kamen einem ja fast schon die Tränen, so überwältigend war das“, erzählte Cyril Joannin. „Schon bei der Ausfahrt aus dem Parc fermé waren wir schon nach zwanzig Sekunden von Wahnsinn umgeben“. Der Türke Kutlu Torunlar, der von soviel Anfeuerung nur glücklich war, meinte seinerseits „Das ist natürliches Doping. Das wird uns viel Kraft geben, diese Unterstützung zu spüren.“ Ganz oben beim Applausmesser rangierte der Argentinier Marcelo Miti, der auf einem Motorrad in den Albiceleste-Farben teilnimmt. Er hat schon einen Teil der Energie laden können, um der erste Pilot des Landes zu werden, der in dieser Kategorie ins Ziel kommt : „Auf der ganzen Strecke hörte ich immer nur ‚Vamos Argentina’.“
Im Rhythmus des Tango
Im Land von Carlos Gardel ist der Tango immer irgendwie in der Nähe. Bei der Vorstellung der Fahrzeuge kamen die Zuschauer ebenfalls in den Genuss mehrerer Darbietungen der Kabarett-Truppe « Tango », einer echten Institution im Lande, die an der Prachtstraße des 9. Juli residiert, nur wenige Schritte vom Podium entfernt. Ein knappes Dutzend Tänzer haben in Begleitung von fünf Musikern einen Auszug aus ihrer Show dargeboten, eine Mischung von traditionellen und modernen Tendenzen des Nationaltanzes.
Ein unglaublich begeistertes Publikum
Vor dem Obelisken der ‚Avenida’ vom 9. Juli konnten die Schranken die enthusiastische Menge kaum im Zaum halten. Ein ständes Drängeln, um zu sehen und zu fotografieren. Claudio, 52 Jahre, hat 50 Kilometer von Bella Villa zurückgelegt, um sich die Boliden aus der Nähe anzuschauen. Dieses Ereignis ist für ihn ganz besonders wichtig – ein „big evento“ : „Die Motorräder faszinieren mich. Wenn ich das so könnte wie die!“ Gleich morgen fährt er nach Cordoba zu Freunden, deren Grundstück von der Rallye durchquert wird. Genau wie Gustavo, 40 Jahre, ein Gendarm aus Buenos Aires, der hergekommen ist, um die „Traummaschinen“ zu bestaunen und der seinen Urlaub der Dakar widmet, indem er nach Nihuil fährt. Ana Lia, 31 Jahre, und ihr Verlobter Gaston, sind vom Viertel Avellaneda hergekommen: „Wir wollen alles sehen und bleiben bis zum letzten Fahrzeug. Es ist phantastisch!“
