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    Étape 1 - Sonnabend 3. Januar 2009 | Buenos Aires > Santa Rosa de la Pampa

    • Verbindung 196 km
    • Spezial 371 km
    • Verbindung 166 km

    Interviews

    Marc Coma (Spa – 2 – KTM) - 002

    Der Sieger von 2006 hat eine meisterhafte erste Etappe absolviert. BegĂĽnstigt durch die Probleme seiner Gegner, etabliert er sich bereits als groĂźer Favorit dieser Ausgabe.

    „Die Schwierigkeit dieser Spezialetappe war die Kilometerzahl. Ich bin mit vorsichtigem Rhythmus angegangen, abwartend bei dieser ungewohnten Etappe. Auf dieser Strecke gab es kaum Arbeit mit dem Motorrad, ich habe demnach versucht, mein Rennen zu fahren und Problemen aus dem Weg zu gehen. Was den anderen passiert, kann uns auch passieren. Ich habe gesehen, dass Despres Probleme mit seinem Hinterrad nach dem Tanken am CP 2 hatte. Danach habe ich versucht, mich abzusetzen…“


    Cyril Despres (Fra – 1 – KTM) - 001

    Copyright A.S.O. / Amaury Sport Organisation

    Der Titelträger wurde von einem Problem an seinem Hinterrad heimgesucht und landete dadurch mit einem Rückstand von 41’ auf seinen Rivalen Marc Coma im Ziel

    „Der Schlauch war beschädigt, weil ich einen Schnitt im Reifen davongetragen habe. Es brachte also nichts, einen neuen Schlauch einzulegen. Wenn der Reifen noch in Ordnung ist, geht das, hier aber konnte ich nicht reparieren. So ist das. Es wäre schon gut gewesen, etwas ruhiger in die Dakar einzusteigen. Heute Morgen aber war es bitterkalt, und heute Nachmittag war es zu warm…“


    David Casteu (Fra – 3 – KTM) - 003

    Copyright A.S.O. / Amaury Sport Organisation

    Der Dritte der Ausgabe 2007 – David Casteu – hatte diese Dakar mit größten Hoffnungen in Angriff genommen. Sein geplatzer Hinterreifen hat seine Träume von Ruhm und Ehre vielleicht schon zu nichte gemacht.

    „Ich habe schon viele Rallies bestritten. Ich glaube, das habe ich nicht verdient. Ich gebe alles für diesen Sport, den ich so liebe …
    Heute Morgen bin ich mit ein wenig Bauchschmerzen losgefahren. Man muss aufpassen, doch es ist schwer, sich zu sagen: ich greife an – ich greife nicht an – ich greife an – ich greife nicht an. Ab km 150 habe ich gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Ich wollte bis zur Benzinpumpe gelangen.

    Ich hätte anhalten sollen, und dann war der Reifen auch schon ganz kaputt. Danach hat der Reifen auch den neuen Schlauch gleich wieder zerrissen. Zum Glück habe ich gute Teamgefährten hinter mir. So habe ich das Rad reparieren können. Ich hoffe, dass auch sie ankommen können.

    Ich habe die Pharaonen-Rallye mit einem Vorsprung von 1’30" gewonnen. Eine Rallye Raid entscheidet sich heute in Minuten. Ich habe eine Tunesien-Rallye – über 3.000 km – mit 40“ Rückstand auf Isidre Esteve verloren. Und hier handle ich mir Minuten und Viertelstunden ein ! Wenn du dann wieder fährst, glaubst du nicht mehr daran. Du glaubst nicht mehr daran. Ich habe an meine Familie gedacht, für die das alles große Opfer mit sich bringt.“


    Carlos Sainz (Spa – 301 – Volkswagen)

    Der spanische Fahrer beendet die Etappe als Zweiter, mit 2’17“ Rückstand auf den Sieger Nasser Al Attiyah am Ende einer staubigen Etappe mit hohem Tempo

    „Nach 110 Kilometern hatte ich die Motorräder bereits eingeholt. Es war wegen dem Staub schwer, zu überholen und sich dazu einzig auf das Sentinel-System zu verlassen. Ich habe 250 Kilometer lang nur Staub gesehen. Es gab so viel davon, ich habe nicht einmal etwas von der Pampa zu sehen bekommen…“


    Nasser Al Attiyah (Kat – 302 – BMW)

    Der katarische Fahrer gewinnt die erste Spezialetappe der Dakar 2009. Ohne sein Talent allzu zehr forcieren zu mĂĽssen, hat er bereits einen kleinen Vorsprung auf Carlos Sainz herausgefahren und glaubt mehr denn je an seine Gewinnaussichten.

    Wir sind hergekommen, um zu gewinnen, da bin ich natürlich überglücklich, dass wir hier mit einem Etappensieg beginnen. Es war eine eher leichte und zugleich sehr schnelle Strecke. Ich hatte aber nicht das Gefühl, während des Rennens forcieren zu müssen. Ich wollte meine Geschwindigkeit kontrollieren, insbesondere in den Teilen, in denen wir viele Motorräder überholt haben, es gab sehr viel Staub. Das stellt mich zufrieden, denn ich sehe, dass ich mit 2’17’’ Vorsprung auf Carlos Sainz ende. Das ist der Beweis dafür, dass dieses Auto – ein ganz anderes als das vom letzten Jahr – mit einem neuen Fahrwerk, sehr leistungsfähig ist. Leider gibt es gute und schlechte Nachrichten im Team, denn Guerlain Chicherit hat sich überschlagen. Ich hoffe, dass er weiterfahren kann, es wäre ohne ihn nicht mehr ganz dasselbe. Aber so ist Rallye Raid.


    Orlando Terranova (Arg – 315 – BMW)

    Orlando Terranova endet an 7. Position, mit 5’09” Rückstand auf den Katari Nasser Al Attiyah. Er ist damit der bestplatzierte Südamerikaner der ersten Spezialetappe.

    „Bei Kilometer 100 habe ich Christian Lavieille eingeholt, es war aber nahezu unmöglich, ihn zu überholen. Bei Kilometer 200 war nur noch Staub zu sehen. Man konnte alles verlieren, und es gab in dieser Situation nichts zu gewinnen. Nach de Staubwolken hob sich unsere Motorhaube, und wir haben beschlossen, es nach Santa Rosa ruhiger angehen zu lassen. Es hatten ziemlich viele Autos am Wegesrand angehalten. Fahrzeuge, die heute Morgen vor uns losgefahren waren. Letztlich bin ich sehr zufrieden mit dieser ersten Etappe. »


    Gerard De Rooy (Hol – 505 – Ginaf)

    „Es war eine sehr stressige Etappe, denn es gab viel Staub, und die Überholmanöver waren überaus heikel. Mir wäre eine kürzere erste Etappe lieber gewesen.“