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03-01-2008 - Philippe Lecomte: „Louga das Trinkwasser zurückgeben“

Auch wenn die Dakar 2007 aus sportlicher Sicht für Philippe Lecomte, der die Rallye in Marokko aufgeben musste, enttäuschend war, hat ihn sein erster Start mit seiner Einbindung in das Hilfsprogramm Actions Dakar in jeder Hinsicht gefangen genommen. In diesem Jahr muss er die letzte Etappe erreichen, um selbst die Arbeit in Augenschein nehmen zu können, die in Louga erforderlich ist, wo er sich federführend für ein ehrgeiziges Projekt einsetzt.

Es handelt sich um ein außergewöhnliches Hilfsprojekt, das ein Privatfahrer vor zwei Jahren ersonnen hat und das mittlerweile das symbolträchtigste Programm der Actions Dakar ist. Philippe Lecomte, Generaldirektor des Finanzkonzerns Schroders in Frankreich und passionierter Rallyefahrer, war immer der Überzeugung, dass, sollte er jemals bei der Dakar antreten, „dies mit einem humanitären Projekt verbunden sein müsste, denn es ist sehr wichtig, dass diese Rallye auch Zeichen der Solidarität setzt.“ Das Projekt, das er am Rande der Dakar 2007 initiierte, stellt einen wirkungsvollen Schritt im Kampf gegen die Ausbreitung der Wüste und den Schutz der landwirtschaftlichen Flächen in der Region Louga im Senegal dar.

In diesem Jahr kann dank der bei einer wohltätigen Abendveranstaltung im Hotel Ritz gesammelten € 30.000 ein Projekt zum Gesundheitsschutz durch besseren Trinkwasserzugang in der Region um die Kommune Keur Momar Sarr herum ausgeführt werden. Diese ländliche Gemeinde liegt am Ufer des Guiers-Sees, der eine der Haupttrinkwasserquellen der Stadt Dakar ist und auch eine wichtige Rolle in der sozioökonomischen Entwicklung des Großraums spielt (Fischfang, Viehzucht, ein großer Markt am Samstag …). Aber wie Philippe Lecomte erklärt, den eine Stippvisite vor Ort sehr bewegt hat: „Die beiden Stärken, d.h. das Wasser und die Wirtschaftstätigkeit, haben sich für die Stadt zum Problem ausgewachsen.“ Das Einleiten von Abwässern und die schnelle Ausbreitung einer „tifa“ genannten Wasserpflanze haben aus dem See ein stehendes Gewässer gemacht, dessen Wasser gesundheitsschädlich und untrinkbar ist. 48% der Bevölkerung haben keinen Zugang mehr zu ausreichenden Mengen Trinkwasser. „Es ist lächerlich zu beobachten, wie ein Dorf mit solchen Vorteilen zur Risikozone wird“, empört sich Philippe Lecomte. Deshalb werden zwei Projekte gleichzeitig verfolgt: einerseits die Abwasseraufbereitung, deren erste Ergebnisse sich bereits im Sommer bemerkbar machen sollten, andererseits die Behandlung der Wasserpflanze, um sie in Kohle umzuwandeln, wodurch der Schadstoff zur zusätzlichen Energiequelle wird.

www.sossahel.org

Photos finden Sie unter:
http://www.sossahel.org/qui_sommes_nous/actualites_de_l_ong/plus_de_25_000_euros_pour_actions_dakar

02-01-2008 - Dirk Schuttel: „Menschen für eine gute Sache gewinnen“

Seit 25 Jahren träumte Dirk Schuttel davon, an der Dakar teilzunehmen. Eine verzehrende Leidenschaft, die ihm Geduld und Beharrlichkeit lehrte. In den letzten zwölf Monaten hat er sein erstes großes Abenteuer bei der Rallye geplant, aber nicht nur das. Der Niederländer wollte etwas Dauerhaftes schaffen, „das den Kindern und Afrika nutzt und schnellstmöglich Gestalt annimmt“. Ergebnis: In Uganda wird ein Waisenhaus entstehen. Die Geschichte eines persönlichen Engagements.

„Die Mittelbeschaffung für die Teilnahme an der Dakar hat sehr viel Zeit und Energie erfordert“, erzählt er. „Außerdem wollte ich etwas aufbauen, das die zwei Wochen überdauert“. 2008 hat er sich nicht nur die Teilnahme an der Dakar ermöglicht, sondern auch eine Brücke zwischen sich und Afrika gebaut. Und diese Brücke hat einen Namen: „race4kids“ (www.race4kids.nl) ist eine Stiftung, die gleichzeitig Mittel für seine Rallyeteilnahme und den Bau von zehn Gebäuden im ugandischen Gulu sammelt.
Dort beherbergt die Nichtregierungsorganisation „SOS Kinderdörfer“ Waisen in Notunterkünften. Dank seiner Initiative und des gemeinsamen Einsatzes der fünf Ehrenamtlichen bei „race4kids“ hat Dirk Schuttel mehr als € 110.000 gesammelt. Fünfzig Prozent davon werden direkt für den Bau eines festen Dorfs in Gulu verwandt.
„Unser Entschluss, mit einer Organisation wie SOS Kinderdörfer zu arbeiten, hat den Vorteil, dass unsere Bemühungen und die eingesetzten Mittel nachvollziehbar sind. Es herrscht vollkommene Transparenz und die Ergebnisse können leicht bewertet werden“, sagt Dirk.
Das neue Dorf wird eine Schule, ein „Gemeinschaftshaus“ für kollektive Aktivitäten, ein Pflegezentrum und eine Kindertagesstätte für die Kleinsten haben. Das Projekt wird insgesamt 130 Waisen unterstützen. Ein großes Vorhaben also, das die Bemühungen von Dirk und den ehrenamtlichen Helfern, die er um seine Stiftung herum versammelt hat, krönt. „Es reicht nicht, einen Aufkleber auf seinem Motorrad anzubringen, um Sponsoren zu gewinnen“, schließt er. Entgegen der herrschenden Meinung sind viele Menschen für solidarische Projekte zu gewinnen.“